Leichtathlet aus Fellbach Silber unter den besten Männern

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Für Stefan Volzer geht die Hallensaison erfolgreich zu Ende.

Stefan Volzer, der am Olympiastützpunkt in Bad Cannstatt trainiert und für den VfL Sindelfingen startet,      ließ  im Finale lediglich Gregor Traber (LAV  Tübingen) entkommen. Foto: Privat
Stefan Volzer, der am Olympiastützpunkt in Bad Cannstatt trainiert und für den VfL Sindelfingen startet, ließ im Finale lediglich Gregor Traber (LAV Tübingen) entkommen. Foto: Privat

Fellbach - Mit dieser Hallensaison war Stefan Volzer bis dahin gar nicht zufrieden. Der Fellbacher, 19, lief über 60 Meter Hürden seiner Bestzeit aus dem Vorjahr (7,87 Sekunden) hinterher. Am Samstag allerdings hat sich diese Hallensaison, die für den zu den Männern aufgerückten Sammler nationaler Nachwuchstitel noch wenig Spaß, weil bloß eine Bestmarke von 8,02 Sekunden bereithielt, rasant zum Positiven gewandelt. Er war zwar auch bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Leipzig noch nicht ganz so schnell, wie er sich das vorgestellt hatte.

Etwas später am Samstag nahm Marlon Odom seinen Schützling in die Arme

Er war aber schneller als in den vergangenen Wochen und vor allem: Er war überaus erfolgreich. Stefan Volzer, der am Olympiastützpunkt in Bad Cannstatt trainiert und für den VfL Sindelfingen startet, ließ im Finale lediglich Gregor Traber (LAV Tübingen) entkommen. Der Beste des Landes, Olympia-Teilnehmer 2016 in Rio de Janeiro, setzte nach 7,59 Sekunden über die Ziellinie. Der junge Konkurrent und Trainingsgefährte früherer Tage folgte in 7,93 Sekunden und gewann Silber, seine erste Medaille unter den besten Männern der Republik. Tim Eikermann kam nach 7,96 Sekunden als Dritter ins Ziel. Im Halbfinale hatte der Hürdensprinter von Bayer 04 Leverkusen mit 7,90 Sekunden die 60 Meter noch eiliger hinter sich gebracht als der Fellbacher (7,97 Sekunden). Ebenso wie Erik Balnuweit (TV Wattenscheid/7,80 Sekunden), der im Endlauf jedoch aufgrund eines Fehlstarts disqualifiziert wurde.

Der Fellbacher geht nun „mit Rückenwind in den Sommer“

Etwas später am Samstag nahm Marlon Odom seinen Schützling in die Arme. „Siehst du, es hat sich doch noch gelohnt“, sagte der Stützpunkttrainer. „Es waren zuletzt schwierige Wochen. Ein paar Kleinigkeiten haben in diesem Winter einfach nicht mehr ganz gepasst. Wir haben deshalb sogar schon darüber nachgedacht, ob ich nicht besser auf die deutschen Meisterschaften verzichte“, sagte Stefan Volzer: „Aber wir haben die Saison durchgezogen, ein paar Sachen umgestellt, und das hat jetzt in Leipzig Früchte getragen.“

Der Fellbacher geht nun „mit Rückenwind in den Sommer“. Denn die Hallensaison ist für ihn jetzt wie geplant – und nach einem erfolgreichen Ende – vorbei.




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