Leihspieler des VfB Stuttgart Eigene Fehler und Vorwürfe – Klartext von Pablo Maffeo

Pablo Maffeo im Trikot von Aufsteiger RCD Mallorca. Foto: imago/Mutsu Kawamori
Pablo Maffeo im Trikot von Aufsteiger RCD Mallorca. Foto: imago/Mutsu Kawamori

Pablo Maffeo steht beim VfB Stuttgart noch bis 2023 unter Vertrag, ist derzeit aber an RCD Mallorca ausgeliehen. Was er über den VfB und eine mögliche Rückkehr denkt.

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Stuttgart - 2018 kam Pablo Maffeo nach Stuttgart. Für zehn Millionen Euro von Manchester City zum VfB – mit vielen Vorschusslorbeeren. Dass sich der Transfer als Missverständnis herausstellte, ist längst bekannt. Noch immer aber ist das Kapitel VfB für den Spanier nicht gänzlich abgeschlossen. In dieser Saison ist er an RCD Mallorca ausgeliehen, seit Vertrag in Stuttgart läuft noch bis 2023.

Der aktuelle Deal enthält eine Kaufpflicht – und Maffeo hofft, dass sein Team den Klassenverbleib erreicht und die Option dann auch greift. „Ich fühle mich hier sehr wohl und hoffe, dass ich jahrelang im Team und in Palma bleiben kann“, sagte er im Interview mit der deutschsprachigen „Mallorca Zeitung“. Aber: Selbst mit einer Rückkehr nach Stuttgart könnte er sich anfreunden.

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Der Club, sagt Maffeo über den VfB, sei heute „ein anderer“ als zu der Zeit, als er kam: „Es wird gute Arbeit geleistet.“ Eher weniger gut spricht er über die Saison 2018/2019, seine erste in Deutschland.

Mit der Verpflichtung von Markus Weinzierl sei das damalige „Desaster“ losgegangen“, sagt Maffeo. „Er hat sich wenig respektvoll mir gegenüber gezeigt und sich vor dem Team und vor der Öffentlichkeit über mich ausgelassen“, erinnert sich der 24-Jährige, „ich habe nie ein Wort gesagt. Er war sicher der schlechteste Trainer, den ich je hatte. Zum Glück ist er nicht mehr dort.“ Doch der Rechtsverteidiger räumt auch eigene Fehler ein.

Maffeo räumt Fehler ein

„Ich habe mich sicherlich nicht vorbildlich verhalten“, gibt er an und konkretisiert: „Ich war ein kleiner Rebell. Wenn ich damals etwas nicht verstand und mich ärgerte, habe ich bockig reagiert.“ Auch sei die mangelnde Integration mit seine Schuld gewesen, er habe sich „nicht angepasst. Als es nicht mehr lief, habe er sogar mit einem Karriereende gedroht: „Ich hatte dem Club gesagt, dass ich aufhören würde, wenn ich weiter in Stuttgart bleiben muss.“ Maffeo war dann zunächst an den FC Girona, danach an SD Huesca ausgeliehen. Heute, versichert er, sei er „erwachsener“ – und sieht auch das Positive in der Erfahrung VfB.

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„Im Endeffekt haben die schlechten Erfahrungen dort dafür gesorgt, dass ich wesentlich reifer geworden bin“, sagt Pablo Maffeo. Sollte es noch einmal zu einem Gastspiel in Stuttgart kommen, würde er um einen Platz im Team kämpfen. Mit dem Team von der Urlaubsinsel, dem Aufsteiger, liegt der 24-Jährige nach vier Spieltagen von La Liga mit sieben Punkten auf Rang acht.

Ein Detail seines Wechsels nach Stuttgart vor über vier Jahren stellt er dann auch noch richtig. Die Behauptung, Pep Guardiola habe ihm zu diesem Schritt geraten, sei falsch: „Als das herauskam, fragte ich nach, und man hat mir gesagt, dass es eine PR-Maßnahme war.“




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