Leonberg Die evangelischen Kirchen wählen ihre Vertreter

Von Arnold Einholz 

Alle Gemeindemitglieder, die am 1. Dezember 14 Jahre alt sind, dürfen bei der Abstimmung mitmachen.

Die evangelische   Landeskirche wählt  ihr Parlament. Foto: dpa/Marijan Murat
Die evangelische Landeskirche wählt ihr Parlament. Foto: dpa/Marijan Murat

Leonberg - Alle sechs Jahre werden die Mitglieder der Evangelischen Landeskirche in Württemberg an die Wahlurnen gerufen. Am 1. Dezember bestimmen sie neu, wer sie im örtlichen Kirchengemeinderat vertreten wird. Gewählt wird in der württembergischen und auch in der badischen Landeskirche. Außerdem wählen die Mitglieder der Landeskirche Württemberg die Landessynode, also das Kirchenparlament. Wahlberechtigt sind alle Gemeindemitglieder, die am Wahltag das 14. Lebensjahr vollendet haben.

Der Kirchengemeinderat und die Pfarrerin oder der Pfarrer leiten gemeinsam die Gemeinde. Zusammen treffen sie alle wichtigen finanziellen, strukturellen, personellen und inhaltlichen Entscheidungen. Die arbeitsteilig und partnerschaftlich ausgeübte Gemeindeleitung ist eine spannende Aufgabe. Um zu guten Entscheidungen für die Gemeindearbeit zu kommen, werden vielfältige Erfahrungen und Gaben, Engagement und die Liebe zu Kirche und Gemeinde gebraucht.

Vier Gemeinden:

In den vier Kirchengemeinden der Stadt Leonberg ist je ein Kirchengemeinderatsgremium zu wählen:

In der Kirchengemeinde Leonberg-Nord sind zwölf Mitglieder in den Kirchengemeinderat zu wählen. Dafür kandidieren 13 Frauen und Männer: Gabriele Aßmann, Kerstin Balden-Burth, Ursel Beuttler, Ulrich Bolay, Gabriele Bubeck, Lutz Busko, Sylvia Frederich, Jutta Häbe-Alber, Frieder Hettinger, Kornelius Knapp, Joachim Roth, Regine Schmidt und Cornelia Siegel.

Der Kirchengemeinderat der Kirchengemeinde Eltingen umfasst neun Mitglieder. Dafür kandidieren elf Personen: Martina Brinkmeier, Bernhard Bruchmann, Heike Dietze-Rogowsky, Klaus Jürgen, Tina Kotte, Craig Messner, Gisela Schneider, Mario Steinheil, Thomas Vogele, Sigrid Wendel und Martin Zahner.

In der fusionierten Kirchengemeinde Gebersheim-Höfingen sind neun Sitze zu vergeben. Um diese Sitze bewerben sich 13 Frauen und Männer: Evamarie Buch, Vera Jeutter, Otto Karl, Hiltrud Kistenmacher-Lienert, Johannes Kübler, Sabrina Maier, Martin Podtschaske, Susanne Schäuffele, Steffen Wittmann, Frank Rößger, Christine Schultheiß, Matthias Urbanke und Monika Wudi.

In der Kirchengemeinde Warmbronn, der kleinsten in Leonberg, sind sieben Kirchengemeinderätinnen und -räte zu wählen. Es bewerben sich dafür: Ortrud Aichinger, Gudrun Bertleff-Wendel, Susanne Bock, Lukas Gebert, Martin Jäger, Andrea Koch und Cornelia Straubinger.

60 Laien und 30 „Profis“

Die Landessynode ist die gesetzgebende Versammlung der Evangelischen Landeskirche Württemberg und ähnelt in ihren Aufgaben denen eines Parlaments. Das Gremium setzt sich aus 60 sogenannten Laien und 30 Theologinnen und Theologen zusammen.

Nur in Württemberg wählen die Kirchenmitglieder direkt die Synodalen, alle anderen Mitgliedskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) lassen darüber zwischen geschaltete Gremien wie Kirchenvorstände oder Bezirkssynoden entscheiden. Nach der Schließung der Wahllokale am Abend des ersten Advents zählen die Verantwortlichen vor Ort zuerst die Stimmen der Synodalkandidaten aus. Die Ergebnisse werden in dem Wahlkreis Leonberg/Ditzingen, zu dem auch die Leonberger Kirchengemeinde gehören, zusammengefasst. Das vorläufige Wahlergebnis wird am Abend auf der Homepage des Kirchenbezirks veröffentlicht.