Leonberg Fünf Bands, fünf Chips, aber nur ein Sieger

Von Ulrike Otto 

Das Finale des Maflz-Bandwettbewerbs steigt am Samstag auf dem Strohländle. Publikum und Jury entscheiden.

Dead Man’s Hand, hier Sänger Felix Roick,  sind die Lokalmatadoren. Foto: factum/Granville
Dead Man’s Hand, hier Sänger Felix Roick, sind die Lokalmatadoren. Foto: factum/Granville

Leonberg - Statistisch gesehen wird eine Rockband gewinnen“, sagt Samantha Porsche Mafham. Schaut man sich das Teilnehmerfeld des Maflz-Bandwettbewerbs an, dessen Finale an diesem Samstag auf dem Strohlände ansteht, scheint das logisch. Von den fünf Siegern der Vorentscheide sind drei Bands aus dem rockigen Bereich: Gracefire aus Stuttgart mit ihrem Frauen-Power-Rock, die Smokin’ Penguins aus Gerlingen mit Punk-Rock sowie die Lokalmatadoren Dead Man’s Hand aus Leonberg, die eher im Southern-Rock zuhause sind. Dagegen halten wollen die Beidschaschdegga mit ihrem schwäbischen Musikkabarett und Simeon mit ihrem Funky Pop. Am Ende entscheiden das Publikum und eine sechsköpfige Jury über die Sieger.

Die Reihenfolge wird ausgelost

Das funktioniert so: „Um 19 Uhr kommen alle zusammen. Dann wird vor dem Publikum die Startreihenfolge ausgelost“, erklärt Samantha Porsche Mafham, die diesen Wettbewerb zum zweiten Mal auf die Beine gestellt hat. Danach werden Plastikchips im Publikum verteilt – fünf Stück, für jeden Teilnehmer einen. Aber nur, wer jetzt schon da ist, bekommt die Chips, mit denen abgestimmt wird. Um 19.30 Uhr betritt dann die erste Band die Bühne und hat eine knappe halbe Stunde Zeit, ihre besten Lieder zu präsentieren und das Publikum für sich zu gewinnen. Sind alle Teilnehmer aufgetreten, wird abgestimmt. Die Zuschauer können die Chips in besondere Töpfe einwerfen und diese verteilen, wie sie möchten. Etwa alle fünf für eine Band oder für jede einen Chip. Dann wird gezählt und eine Rangfolge entsteht. Zeitgleich tagt die Jury und legt für sich eine Rangfolge fest. Für den ersten bis fünften Platz gibt es jeweils Punkte, die addiert werden, wodurch letztlich der Sieger ermittelt wird.

Publikum und Jury entscheiden zu gleichen Teilen

„Der Vorentscheid hat gezeigt, dass Juryliebling nicht immer der Publikumsliebling sein muss“, berichtet Porsche Mafham. So etwa bei der Band Simeon aus Stuttgart. Sie war nur die Zweitplatzierte in ihrem Vorentscheid Ende Mai. Doch der damalige Sieger Down Dirty Dogs kann wegen einer Terminverschiebung nicht am Finale teilnehmen.

Einen heiß umkämpften Vorentscheid haben auch die Leonberger Jungs von Dead Man’s Hand gespielt, die sich sehr auf den großen Auftritt beim Strohländle freuen. „Wir sind überzeugt von unserer Musik und das merkt man nach unserer Auffassung auch. Wenn es dann noch dem Publikum gefällt, könnte eine gute Platzierung rausspringen“, sagt Sänger Felix Roick.




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