Leonberg/Strohgäu Ein Zusammenschluss von gesunden Nachbarbanken

Von Arnold Einholz 

Die Volksbank Region Leonberg und die Volksbank Strohgäu werden zur Volksbank Leonberg-Strohgäu.

Der Vorstand der Volksbank Region Leonberg informiert die Mitglieder. Foto: factum/Bach
Der Vorstand der Volksbank Region Leonberg informiert die Mitglieder. Foto: factum/Bach

Leonberg - In einem Jahr 2017, in dem die Weltwirtschaft Dynamik gezeigt hat, Europa sich solide und robust entwickelt und Deutschland ein überdurchschnittliches Wachstum hingelegt hat, verzeichnet auch die Volksbank Region Leonberg ein gutes Ergebnis. Das hat der Vorstandsvorsitzende Jürgen Held auf der ersten von drei Mitgliederversammlungen in der Stadthalle Leonberg verkündet. Die Bank hat in dem Jahr, in dem sie ihr 150. Jubiläum gefeiert hat, einen Überschuss von rund 1,4 Millionen Euro erwirtschaftet und kann so eine Dividende in Höhe von vier Prozent an ihre rund 22 000 Mitglieder ausschütten.

Das Geschäftsvolumen hat sich um 41 Millionen Euro auf 812 Millionen erhöht. „Nicht unzufrieden sind wir auch mit dem Kreditgeschäft, das um 27 auf 432 Millionen Euro angewachsen ist “, sagte Held. Die Wohnbaufinanzierung sei weiterhin hoch im Kurs und auch die Firmen würden mehr investieren. Das betreute Kundenanlagevolumen, das auch das bei den Partnern angelegte Geld beinhaltet, ist um 36 Milionen Euro auf 980 Millionen Euro angewachsen.

Rekordbestand bei den Wertpapieren

Der Wertpapierbestand habe 2017 den Rekordbestand von 221 Millionen Euro erreicht und mit 29 Millionen Euro habe der Immobilienumsatz, also die vermittelten Objekte, wieder den Höchststand von 2015 erreicht, zeigt sich der Vorstandsvorsitzende zufrieden. „Nur durch unsere guten Dienstleistungen haben wir das Minus im Zinsgeschäft aufgefangen“, sagte Held und meint das Dilemma der Bankhäuser – vor allem derer in der Euro-Zone. „Wir zahlen jeden Tag Zinsen für unser Geld.“ Doch das große Thema des Abends war die Fusion der Volksbank Region Leonberg mit der Volksbank Strohgäu zur Volksbank Leonberg-Strohgäu, die bereits angelaufen ist. Darüber informierte Vorstandsvorsitzender Jürgen Held gemeinsam mit Vorstandsmitglied Wolfgang Ernst. Der Zusammenschluss der beiden Häuser soll in diesem Jahr erfolgen. „Niemand muss fusionieren, aber beide wollen es“, brachte es Jürgen Held auf den Punkt. Dabei entsteht eine „mittlere Volksbank“ mit einen Geschäftsvolumen von rund 1,4 Milliarden Euro.

Eine Bündelung der Kräfte sei die richtige strategische Antwort auf künftige Herausforderungen. „Die geschäftspolitische Ausrichtung der zwei Häuser ist ähnlich, beide stehen auf einem wirtschaftlich gesunden Fundament“, sagte Held. Der Zusammenschluss sei eine logische Fortsetzung der strategischen Unternehmensentwicklung beider Kreditinstitute. „Es ist eine Fusion von zwei erfolgreichen Partnern aus einer Position der Stärke“, sagte Held. Die benachbarten Banken, die schon seit vielen Jahren im Immobilienbereich zusammenarbeiten, versprechen sich der größeren Einheit wegen Vorteile für alle.

Im Mittelpunkt stehen steigende Kundenanforderungen an eine moderne Bank. Dabei gelte es, sich dem demografischen Wandel und dem Wettbewerb um junge Kunden zu stellen, sagte Ernst. Für die Mitarbeiter entstehe ein attraktiver Arbeitgeber, der interessante berufliche Entwicklungsperspektiven bietet. „Es wird keine fusionsbedingten Kündigungen geben“, sagte Held, aber trotzdem sollen mit der Zeit Doppelstrukturen abgebaut werden.

Die nächsten Schritte

Bisher: Im September 2017 haben die beiden Banken die Mitarbeiter über ihre Fusionsabsicht informiert. Die Volksbank Strohgäu hat bisher die Vertreter und die Mitglieder auf den neuesten Stand gebracht. Die Volksbank Region Leonberg hat die Vertreter im November und Dezember informiert. Die Mitgliederversammlungen finden gegenwärtig statt.

Künftig: Am 25. April sollen die Vertreter der Mitglieder der Volksbank Strohgäu und am 26. April die der Volksbank Region Leonberg der Fusion zustimmen. Die juristische und die technische Fusion sind dann für den kommenden Juni geplant.




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