„Let’s Putz“ in Stuttgart VfB-Mitarbeiter und U16-Spieler wappnen sich mit Handschuhen und Müllsäcken

VfB-Vorstände, -Mitarbeiter und Spieler der U16-Mannschaft unterstützen am „World Clean Day“. Foto: LICHTGUT/LICHTGUT/Leif Piechowski 12 Bilder
VfB-Vorstände, -Mitarbeiter und Spieler der U16-Mannschaft unterstützen am „World Clean Day“. Foto: LICHTGUT/LICHTGUT/Leif Piechowski

Am „World Clean Day“ haben VfB-Vorstände, -Mitarbeiter und Spieler der U16-Mannschaft mit Ordnungsbürgermeister Clemens Maier die Aktion „Let’s Putz“ tatkräftig unterstützt.

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Stuttgart - Was so alles am Straßenrand, in Gebüschen oder anderswo herumliegt und die Stadt vermüllt, das ist durchaus bemerkenswert. Nicht nur Plastikbehältnisse, Flaschen, unzählige Kippen, sogar ein Skateboard oder Absperrgitter fanden Teilnehmende von „Let’s Putz Connect“ in Bad Cannstatt.

Am dortigen Bahnhof trafen sich zum „World Cleanup Day“ am Samstagvormittag Clemens Maier, Stuttgarts Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, mit VfB-Präsident Claus Vogt, Thomas Hitzlsperger, Vorstandsvorsitzenden der VfB Stuttgart 1893 AG, der U16-Mannschaft, VfB-Mitarbeitende sowie das Maskottchen „Fritzle“, um den Kampf gegen Abfall aufzunehmen. In Grüppchen sammelten sie – behandschuht mit Greifern und großen Säcken der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) bestückt – auf verschiedenen Wegen den Müll ein.

„Eine Zigarettenkippe verseucht 40 Liter Grundwasser!“

Ordnungsbürgermeister Maier führte die Putzaktion zur König-Karl-Straße über die Hall of Fame, wo Sprühkünstlerinnen und –künstler legal ihre Graffitis kreieren können, bis zu dem Gelände der AWS in der Heinrich-Baumann-Straße im Stuttgarter Osten. „Einige leere Spraydosen lagen an der Hall of Fame“, wunderte sich Ordnungsbürgermeister Maier. „Aber dass so enorm viele Zigarettenstummel zu finden sind, dass überrascht mich schon.“ Er verweist auf eine Information des städtischen Eigenbetriebs AWS. „Eine Zigarettenkippe verseucht 40 Liter Grundwasser!“ Wer vom Ordnungsamt erwischt wird, wie er oder sie eine Kippe wegwirft, zahlt ein Bußgeld von 100 Euro. Zu erfahren ist auch, dass die Deutschen im Jahr über 220 Kilogramm Verpackungsmüll produzieren. Damit liegen sie in der Europäischen Union deutlich über dem Durchschnitt.

Wichtig sei, so Maier, dass in jungen Jahren ein Bewusstsein für die Müllmengen geweckt werde und dafür, dass und wie man seinen Abfall entsorge. „Und dafür sind Aktionen wie Let’s Putz gut, es machen viele Schulen mit. Schön ist auch, wenn Promis und Sportler als Botschafter für Sauberkeit mitmachen.“

Seit 1998 organisiert die AWS die gemeinsame Putz- und Aufräumaktion

Seit 1998 organisiert die AWS mit dem Förderverein Sicheres und Sauberes Stuttgart die gemeinsame Putz- und Aufräumaktion jährlich. Demnach stieg über die Jahrzehnte die Zahl der teilnehmenden Bürger und Bürgerinnen stetig an, allein in 2020 sank diese wegen der Coronapandemie. Doch in diesem Jahr waren wieder einige Müllsammler in den Stadtbezirken unterwegs. So befreiten die Mountainbiker des Deutschen Alpenvereins den Kräherwald von Unrat, der Stadtbezirk Stuttgart-West trat mit eigenen Helferinnen und Helfer an und in Stuttgart Süd putzte das Stuttgarter Cleanup-Network. Eine besondere Putzaktion fand bei der Grabkapelle auf dem Württemberg statt.

Auch diesmal wieder wurden die Bezirke, die 2020 am meisten Helfende mobilisieren konnten, geehrt. Die Preise – vom Förderverein Sicheres und Sauberes Stuttgart, dem AWS und dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt der Landeshauptstadt – übergaben Bürgermeister Maier, der Vorsitzende des Fördervereins Sicheres und Sauberes Stuttgart, Klaus Thomas, sowie Markus Töpfer, AWS-Geschäftsführer, auf dem AWS-Betriebsgelände. Wieder kam der Stadtbezirk Münster auf den ersten Platz: Bezirksvorsteherin Renate Polinski nahm die 4.000 Euro Preisgeld mit einer Schulklasse aus Münster entgegen. Einen Scheck über 3.000 Euro für den zweiten Platz erhielt Bezirksvorsteherin Andrea Lindel für Plieningen. Den dritten Platz belegte der Stadtbezirk Vaihingen, den Scheck über 2.000 Euro nahm Lienhard Erler von der „Sozialen Stadt Dürrlewang“ in Empfang.




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