Luftwaffenstützpunkt Incirlik Verlegung nach Jordanien möglich

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei ihrem Besuch in Jordanien. Foto: Bundeswehr
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei ihrem Besuch in Jordanien. Foto: Bundeswehr

Möglicherweise wird der Luftwaffenstützpunkt der Bundeswehr von Incirlik nach Jordanien verlegt. Auch von dort könne der Bundesverteidigungsministerin von der Leyen zufolge der Kampf gegen den Islamischen Staat fortgeführt werden.

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Amman - Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hält eine Verlegung des Bundeswehr-Kontingents aus dem türkischen Incirlik nach Jordanien für machbar. „Mein erster Eindruck von der Al-Azrak-Airbase hier in Jordanien ist positiv“, sagte die Ministerin am Freitag nach einem Besuch auf einem Luftwaffenstützpunkt, der als Alternativ-Standort im Gespräch ist. Der organisatorische Aufwand für eine Verlegung wäre zwar sicherlich enorm. Nach einer „gewissen operativen Umzugspause“ könnte die Bundeswehr aber auch von diesem Stützpunkt aus die Aufträge der Koalition für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erfüllen.

Hintergrund für die Überlegungen zu einem Abzug der rund 260 deutschen Soldaten aus der Türkei ist ein Besuchsverbot auf dem Stützpunkt Incirlik. Die türkischen Behörden haben diese Woche zum wiederholten Mal eine Delegationsreise des Verteidigungsausschusses des Bundestages zu den Bundeswehr-Soldaten verweigert. Eine endgültige Entscheidung über die Verlegung will die Bundesregierung aber erst nach dem Nato-Gipfel in der kommenden Woche treffen.




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