InterviewMasterstudium Maximale Performance

Von Claudia Treml – Lesedauer: 3 Minuten  

Bei der Porsche AG entwickelt Jan Feldmann Rennfahrzeuge für den Kundenmotorsport. Dabei koordiniert er als Projektmanager die Aufgabenpakete seiner rund 20 Teammitglieder: Das geht von Konstrukteuren über Controller bis zu Marketingfachleuten. Das duale Masterstudium Integrated Engineering macht es ihm möglich.

Porsche Mobil 1 Supercup  Foto: Porsche AG 3 Bilder
Porsche Mobil 1 Supercup Foto: Porsche AG

Herr Feldmann, was finden Sie am Masterstudiengang Integrated Engineering spannend?

Jan Feldmann: Viel. Schon früh im Studium merkte ich, dass ich in frisches Fahrwasser komme. Die akademische Weiterbildung zeigte mir neue Perspektiven auf, gab mir die Möglichkeit über den Tellerrand zu blicken. Als Ingenieur wollte ich zudem fit für den digitalen Wandel sein. Warum ich mich aber gerade für den Dualen Master entschied, war das weitgefächerte Modulangebot. Ich wollte mein Wissen in der Breite erweitern.

In welchen Bereichen war das?

Feldmann: Durch mein Bachelorstudium Wirtschaftsingenieurwesen brachte ich schon viele Grundlagen mit. Ich wollte mich aber fachlich breiter aufstellen und als Führungskraft verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen. Also baute ich mir dank der großen und flexiblen Modulauswahl einen passgenauen Lehrplan zusammen. Und ich gewöhnte mir neue Verhaltensweisen an. Wenn man parallel arbeitet und studiert, bleibt einem wenig anderes übrig, als Prioritäten zu setzen. Mich bringt so leicht nichts mehr aus der Ruhe.

Sie analysierten für Porsche ein neues Geschäftsfeld und nutzten dazu Ihre Masterarbeit. Das kam sehr gut an.

Feldmann: Sicher schätzt Porsche den Transfer von der wissenschaftlichen Theorie in die berufliche Praxis, wie er nun mal in einem dualen Studium stattfindet. Besonders die neuen Trends und Technologien sind für zukünftige Geschäftsfelder enorm wichtig. Auch die Herangehensweisen für die Analyse der Ist-Situation sowie die Ausarbeitung des Konzepts konnte ich von der Theorie in die Praxis übertragen.

Nach dem Bachelorabschluss würden viele am liebsten direkt im Master durchstarten. Was halten Sie davon?

Feldmann: Um den größtmöglichen Nutzen aus einem dualen Masterstudium zu ziehen, ist meiner Meinung nach die Wahl des richtigen Zeitpunkts entscheidend. Je später er stattfindet, desto positiver wirkt sich das Studium im Beruf aus. Als ich meinen Master begann, brachte ich schon ein paar Jahre Berufserfahrung mit. Das hat sich voll ausgezahlt. In Abstimmung mit meinem Arbeitgeber wusste ich dann genau, welche weiteren Kompetenzen ich brauchte, um mich im Unternehmen weiterzuentwickeln. Mit den neuen Kenntnissen und Methoden aus dem Studium konnte ich mich im Betrieb besser an Diskussionen beteiligen, ich erkannte Probleme klarer und entwickelte gute Ideen. Damit vergrößerte ich meine Sichtbarkeit im Unternehmen.

Wann erfuhren Sie von Ihrer neuen Aufgabe als Projektmanager für Rennfahrzeuge?

Feldmann: Eigentlich schon während des Masterstudiums. Damals stieg ich in ein laufendes Entwicklungsprojekt ein, das Rennfahrzeug stand kurz vor der Markteinführung. Doch der Start für das Nachfolgeprodukt schloss unmittelbar an. Mir war klar, hier kann ich von Anfang an richtig Gas geben.


Jan Feldmann

Projektmanager bei der Porsche AG

Masterabsolvent Studiengang Integrated Engineering am DHBW CAS

Das Interview führte Claudia Treml für das Center for Advanced Studies der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW CAS).

Das DHBW CAS bietet duale und berufsbegleitende Masterstudiengänge in den Fachbereichen Wirtschaft, Technik und Sozialwesen sowie weitere Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung.