Mehlwurm, Kakerlake und Co. – die Dschungelcamp-Kolumne In der Rolle der traurigen Wurst

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Winfried Glatzeder spielt im Dschungelcamp die traurigste Rolle seines Lebens - und katapultiert damit den ehemaligen Ruck-Zuck-Moderator Jochen Bender ganz weit nach oben in die Favoritenliste.

“Nein, ich habe nicht geschubst”, behauptet Winfried Glatzeder vor laufenden Dschungelkameras. Stimmt leider nicht. Wir zeigen die Bilder von Tag 14 in der Bilderstrecke. Foto: RTL 44 Bilder
“Nein, ich habe nicht geschubst”, behauptet Winfried Glatzeder vor laufenden Dschungelkameras. Stimmt leider nicht. Wir zeigen die Bilder von Tag 14 in der Bilderstrecke. Foto: RTL

Winfried Glatzeder spielt im Dschungelcamp die traurigste Rolle seines Lebens - und katapultiert damit den ehemaligen Ruck-Zuck-Moderator Jochen Bender ganz weit nach oben in die Favoritenliste.

Stuttgart - Es gibt eine traurige und eine gute Nachricht nach dem 14. Tag im Dschungelcamp. Die traurige Nachricht hat einen Namen: Winfried Glatzeder. Eigentlich sollte er ein reifer Mann sein, abgeklärt, in sich ruhend. Doch wenn man sich den Auftritt des Schauspielers bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" anschaut, dann erinnert das höchstens an die Rolle einer traurigen Wurst. Am Tag zuvor hat Glatzeder vollkommen überreagiert und die fast 50 Jahre jüngere Larissa Marolt geschubst, weil sie ihre schmutzigen Finger an ihm abgeschmiert hatte. Und alles, was dem Schauspieler dazu einfällt ist, die ganze Sache zu leugnen. Anstatt sich zu entschuldigen, sucht er bemitleidenswert die Bestätigung bei seinen Campmitbewohnern. “Nein, ich habe nicht geschubst”, behauptet er vor den laufenden Dschungelkameras. Schlimm, dass ihn einige Mitbewohner in seiner Meinung auch noch bestätigen.

Und dann kommt der Moment, in dem Jochen Bendel einen ordentlichen Sympathiebonus kassiert. Wie er das macht? Ganz einfach: er lässt sich nicht von Glatzeder einlullen und gibt dem Schauspieler auch unter vier Augen ordentlich Kontra. Leider ist er der einzige, der die Lügengeschichten nicht einfach so abnickt. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass der ehemalige Ruck-Zuck-Moderator offenbar der einzige Campbewohner ist, dessen Verstand trotz des akuten Proteinmangels noch einigermaßen funktioniert. Auch wenn er den aktuellen Wochentag erst mit Hilfe von Tanja Schumann erörtert - was aber selbst Daniel Hartwich und Sonja Zietlow nach zwei Wochen im Outback sichtlich schwer fällt.

Tanja Schumann weint wieder

Jochen Bendel ist auch der einzige, der seine Schulter anbietet, wenn Tanja Schumann wieder einmal literweise Tränen auf den Dschungelboden weint. An Jochen Bendel perlen die Jammer-Anfälle einfach ab. Er gibt sogar noch gute Ratschläge. Sie solle endlich aufhören darum zu betteln, aus dem Camp gewählt zu werden. So wird das nichts. "Ich würde gerne einen Tag ins Hotel gehen”, sagt sie, “aber ich glaube nicht, dass RTL mich rauslässt.” Doch, sie lassen dich ganz bestimmt raus aus dem Camp. Versprochen. Du musst nur den einen Satz sagen. Dann lässt RTL dich sogar sehr gerne gehen. Schließlich muss der Sender in diesem Fall vermutlich auch sehr viel weniger Gage überweisen.

Oh, beinahe hätten wir die gute Nachricht vergessen: Winfried Glatzeder hat den Dschungel verlassen.

Alle bisher erschienen Teile unserer Kolumne „Mehlwurm, Kakerlake & Co.“ gibt es hier.

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