Weil die Verhandlungen mit den Arbeitgebern bisher kein Ergebnis gebracht haben, ruft die IG Metall seit Dienstag zu Warnstreiks auf. Die Gewerkschaft will diese Maßnahmen notfalls noch über Wochen fortsetzen.

Stuttgart - „Wir sind durchaus in der Lage, das noch sechs, sieben, acht Wochen zu verlängern“, sagte Bezirksleiter Roman Zitzelsberger am Freitag in Stuttgart. Dass die Aktionen für hiesige Verhältnisse derzeit noch vergleichsweise ruhig liefen, hänge auch damit zusammen, dass man sich auf eine längere Warnstreikphase einrichte.

 

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Weil die Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern bisher kein Ergebnis gebracht haben, ruft die Gewerkschaft seit Dienstag zu Warnstreiks auf - und will das auch kommende Woche parallel zur nächsten Verhandlungsrunde tun. Kritik der Arbeitgeber daran wies Zitzelsberger erneut zurück. „Das ist ein probates Mittel, wenn sich am Verhandlungstisch nichts tut“, sagte er. „Und da hat sich nichts getan.“ Südwestmetall-Chef Wilfried Porth hatte der IG Metall vorgeworfen, offenbar gar nicht an einer Lösung interessiert zu sein, wenn sie jetzt schon weitere Warnstreiks über den nächsten Verhandlungstermin hinaus plane.

Zitzelsberger verwies auch auf eine Umfrage unter Betriebsräten zur Lage in den Unternehmen, wonach die Aussichten inzwischen wieder deutlich besser seien als noch im Herbst. Zugleich gebe es nach einem Jahr Corona-Pandemie inzwischen einen deutlich gewachsenen Anteil an Betriebsräten, die einen unfairen Umgang der Arbeitgeber mit den Beschäftigten beklagten. „Da wird der Ton durchaus ruppiger“, sagte Zitzelsberger.