Mexikanisches Brauchtum in Stuttgart Lindenmuseum feiert „Tag der Toten“

Von Tilman Baur 

Das Lindenmuseum feiert den „Dia de los Muertos“ am Dienstag, 1. November, von 13.30 Uhr an mit Mariachi-Musik, Tänzen, Gesängen, kurzen Führungen – und dem süßen „Totenbrot“.

Im Lindenmuseum ist am 1.Noevmber „Dia de los Muertos“. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Im Lindenmuseum ist am 1.Noevmber „Dia de los Muertos“. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart
Er heißt zwar „Dia de los Muertos“, Tag der Toten. Doch am 1. November trauern Mexikaner keineswegs, sondern feiern ausgelassen. Denn an diesem Tag, so glauben sie, kommen die Geister ihrer verstorbenen Verwandten zu Besuch. Um diese gebührend zu empfangen, errichten sie bei sich zuhause Gabentische, die „Ofrendas“, auf die sie Dinge legen, die ihre Verwandten zu Lebzeiten schätzten: Schokolade, Zigaretten, Bücher, oder eine Flasche Tequila. Einen solchen Gabentisch hat die in Berlin lebende mexikanische Künstlerin Vanessa Enriquez (li.) nun im Lindenmuseum errichtet. Ein kunstvoller, überdimensionaler Scherenschnitt prangt hinter den mit Totenköpfen, Blumen und Skeletten drapierten Stufen. „Die mexikanische Botschaft hat diese künstlerische Intervention finanziert“, sagte Museumsdirektorin Inés de Castro am Mittwoch. Das Lindenmuseum feiert den „Dia de los Muertos“ am Dienstag von 13.30 Uhr an mit Mariachi-Musik, Tänzen, Gesängen, kurzen Führungen – und dem süßen „Totenbrot“. Um 16.30 Uhr dürfen Kinder die „Piñata“ zerschlagen, eine bunte, mit Süßigkeiten gefüllte Figur aus Pappmaché. (tjb)

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