Michael Theurer kritisiert den Ministerpräsidenten FDP-Landeschef findet Kretschmanns Impfpflicht-Vorstoß falsch

Michael Theurer spricht von einer „Debatte zur Unzeit“. (Archivfoto). Foto: dpa/Christoph Schmidt
Michael Theurer spricht von einer „Debatte zur Unzeit“. (Archivfoto). Foto: dpa/Christoph Schmidt

Nach Ministerpräsident Winfried Kretschmann äußert sich nun der baden-württembergische FDP-Chef Michael Theurer zu einer möglichen Impfpflicht.

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Stuttgart - Der baden-württembergische FDP-Chef Michael Theurer hat den Vorstoß von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zu einer möglichen Impfpflicht scharf kritisiert. „Die von Ministerpräsident Kretschmann ins Spiel gebrachte Impfpflicht ist eine Debatte zur Unzeit“, erklärte Theurer am Sonntag. „Anstatt mit staatlichem Zwang zu drohen, sind Anreize der bessere Weg.“

Kretschmann hatte gesagt, er halte eine verpflichtende Corona-Impfung auf lange Sicht für denkbar. „Wir planen keine Impfpflicht. Für alle Zeiten kann ich eine Impfpflicht nicht ausschließen“, sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist möglich, dass Varianten auftreten, die das erforderlich machen.“ Es könne gut sein, „dass wir irgendwann gewisse Bereiche und Tätigkeiten nur noch für Geimpfte zulassen“.

Impfen müsse niederschwelliger vonstattengehen, so Theurer

Theurer forderte stattdessen, dass das Impfen niederschwelliger vonstattengehen müsse. So sollten Impfungen in sozialen Brennpunkten, in Einkaufszentren, Schwimmbädern, Discos, Restaurants sowie an Bahnhöfen und Flughäfen angeboten werden. Daneben schlug er eine „pfiffige“ Werbekampagne mit Hilfe von Prominenten vor. „Mit seinem Schwadronieren über einen Lockdown und harte Eingriffe“ lege Kretschmann nun erneut die Axt an die Freiheitsrechte der Menschen.

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