Es hat sich etwas getan in puncto Verbraucherrechte bei Handyverträgen. Ab wann Sie Ihren Vertrag mit einer monatlichen Frist kündigen können, lesen Sie hier.

Digital Unit: Lukas Böhl (lbö)

Das modernisierte Telekommunikationsgesetz setzte zum 01.12.2021 den Europäischen Kodex für die elektronische Kommunikation vom 20. Dezember 2018 um. Neben Vorgaben zum Ausbau der Infrastruktur und der Weiterentwicklung des Telekommunikationssektors, enthält das Gesetz auch viele Neuerungen im Bereich der Verbraucherrechte. Unter anderem haben sich bei der Vertragslaufzeit und der Kündigungsfrist von Handyverträgen einige Dinge geändert.

Ab wann gilt das neue Gesetz?

Das neue Gesetz ist zum 01.12.2021 in Kraft getreten. Allerdings gilt die monatliche Kündigungsfrist für Handyverträge erst nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit. Bis dahin gelten weiterhin die vertraglich vereinbarten Regelungen zur Kündigung und Beendigung des Handyvertrages.

Gilt das Gesetz auch für alte Verträge?

Auch für Verträge, die vor dem 01.12.2021 geschlossen wurden, gilt die neue Kündigungsfrist nach dem Ende der Mindestvertragslaufzeit, wie die Verbraucherzentrale mitteilt. Ein alter Vertrag, der bereits über die Mindestvertragslaufzeit hinausgelaufen ist, kann also mit einer monatlichen Frist gekündigt werden. Die Kündigung würde dann genau einen Monat nach Eingang der Kündigung beim Mobilfunkanbieter in Kraft treten. Die Verbraucherzentrale rät, in die Kündigung „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ zu schreiben.

Weitere wichtige Änderungen zum Handyvertrag

Neu ist auch, dass Mobilfunkanbieter ihre Kunden nun rechtzeitig über das Ende der Mindestvertragslaufzeit informieren müssen, sodass diesen genug Zeit für eine Kündigung bleibt. Anfänglich darf die Vertragslaufzeit weiterhin maximal 24 Monate betragen. Was sich mit dem neuen Telekommunikationsgesetz noch alles für Verbraucher geändert hat, hat die Bundesnetzagentur in diesem Beitrag übersichtlich dargestellt.

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