Mord an Studentin in Freiburg „Tagesthemen“ greifen Mordfall auf

Von red/dpa 

Bisher hatten die „Tagesthemen“ nicht über den Mord an der Freiburger Studentin berichtet. Nun hat das Nachrichtenmagazin über den Mordverdacht gegen einen Flüchtling einen Beitrag gezeigt. Das Thema hätte eine politische Dimension bekommen.

„Tagesthemen“-Moderator Ingo Zamperoni hat ausführlich erklärt, warum die Nachrichtensendung zuvor nicht über den Mordfall berichtet hatte. (Archivfoto) Foto: dpa
„Tagesthemen“-Moderator Ingo Zamperoni hat ausführlich erklärt, warum die Nachrichtensendung zuvor nicht über den Mordfall berichtet hatte. (Archivfoto) Foto: dpa

Hamburg - Die ARD-„Tagesthemen“ haben der in Freiburg getöteten Studentin und der Festnahme eines 17-jährigen Flüchtlings am Montagabend einen eigenen Beitrag gewidmet. In der Nachrichtensendung im Ersten erklärte „Tagesthemen“-Moderator Ingo Zamperoni ausführlich, warum die Entscheidung der Redaktion zuvor dagegen gefallen war: „Üblicherweise sind Taten wie der Mord in Freiburg, so tragisch sie sind, kein Thema für die „Tagesthemen“. So haben wir in der Redaktion zunächst auch in diesem Fall entschieden“, sagte er und sprach auch die Kritik daran an: „Weder als der Mord Mitte Oktober begangen wurde, haben wir berichtet, noch als am Samstag ein mutmaßlicher Täter gefasst wurde, ein 17 Jahre alter afghanischer Flüchtling. Das wird uns seitdem von manchen Zuschauern vorgeworfen.“

Der Fall hat nun eine politische Dimension

Zamperoni erläuterte auch, warum die Redaktion sich nun anders entschieden habe: „Dass wir jetzt darüber berichten, liegt daran, dass der Fall nun eine politische Dimension bekommen hat. Das Opfer wird dabei ebenso von einigen Seiten instrumentalisiert wie der mutmaßliche Täter.“

In dem anschließenden Beitrag aus Freiburg mit Bildern etwa vom Tatort kamen nicht nur Politiker wie der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und der AfD-Parteivorsitzende Jörg Meuthen zu Wort sondern auch eine Reihe von Freiburgern. Freiburg bleibe eine weltoffene Stadt, betonte einer der Befragten. „Hoffentlich schlägt das nicht auf die positive Stimmung, die wir den Leuten entgegenbringen“, sagte ein anderer.




Unsere Empfehlung für Sie