Mordfall Peggy Verbindung zur NSU ist „Trugspur“

Von red/AFP/dpa 

Laut Staatsanwaltschaft gibt es keinen Zusammenhang zwischen dem Mordfall Peggy und dem NSU-Mitglied Uwe Böhnhardt. Die Frage nach dem Mörder des Kindes bleibt damit weiter offen.

In einem Waldstück im Saale-Orla-Kreis bei Rodacherbrunn (Thüringen) sind Skelettteile von Peggy gefunden worden. (Archivfoto) Foto: dpa
In einem Waldstück im Saale-Orla-Kreis bei Rodacherbrunn (Thüringen) sind Skelettteile von Peggy gefunden worden. (Archivfoto) Foto: dpa

Bayreuth - Zwischen dem Mordfall Peggy und dem NSU-Mitglied Uwe Böhnhardt gibt es keinen Zusammenhang. Der Fund einer DNA-Spur Böhnhardts am Fundort des Leichnams des 2001 verschwundenen neunjährigen Mädchens sei eine „Trugspur“ durch ein Textilteichen gewesen, sagte Staatsanwalt Daniel Götz am Mittwoch in Bayreuth.

Ein Textilstück, an dem DNA des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt haftete, stammt von einem Kopfhörer des Mannes. Die DNA sei an einem Textilteilchen gefunden worden, dass inzwischen zweifelsfrei einem Kopfhörer Böhnhardts zugeordnet werden konnte, sagte Kriminaloberrat Uwe Ebner am Mittwoch in Bayreuth.

Weder das Baumwollgewebe noch die DNA hätten in Qualität und Quantität einen Zeitraum von 15 Jahren überstehen können angesichts der Witterungsverhältnisse. Ebner, der die Sonderkommission Peggy leitet, sagte, der Kopfhörer sei im ausgebrannten Wohnmobil gefunden worden, in dem Böhnhardts Leiche entdeckt worden war.

Damit bleibt weiter unklar, wer das aus dem oberfränkischen Lichtenberg stammende Mädchen tötete.