Motorsport Entscheidung um den Titel ist vertagt

Von red 

Laurents Hörr wird beim Le Mans Cup in Belgien nachträglich disqualifiziert.

Große Enttäuschung  bei  Laurents Hörr (links) und François Kirmann. Foto: nh/privat
Große Enttäuschung bei Laurents Hörr (links) und François Kirmann. Foto: nh/privat

Gerlingen - Beim sechsten Saisonlauf des Le Mans Cup auf dem belgischen Kurs Spa-Francorchams landete der Gerlinger Motorsportler Laurents Hörr mit seinem Teamkollegen François Kirmann überraschend auf dem letzten Rang. Das Duo ist aber vor dem letzten Rennen in Portugal weiterhin im Meisterschaftsrennen.

Der französische Gentleman-Fahrer François Kirmann erzielte zunächst die Bestzeit und legte damit, auf Platz eins liegend, den Grundstein für ein erfolgreiches Rennen. Vom Start weg führte das Team DKR Engineering das Feld souverän an und fuhr bis zur Rennmitte einen komfortablen Vorsprung von fast zehn Sekunden auf die Verfolger heraus. Durch eine Safety Car-Phase kurz vor dem Boxenstopp war dieser Vorsprung allerdings dahin. Laurents Hörr übernahm in dieser Phase das Fahrzeug, immer noch auf Platz eins liegend, nur noch mit hauchdünnem Vorsprung.

Nach einer Strafe auf Platz drei

Schon bald stellte er den alten Abstand zum Verfolger wieder her – bis die Rennleitung den 21-Jährigen mit einer umstrittenen Stop-and-Go-Strafe belegte. Die Stewarts hatten bemängelt, dass Hörr anscheinend mit durchdrehenden Reifen in der Boxengasse losgefahren sei. Nach dieser harten und zeitraubenden Strafe fand sich Laurents Hörr auf Rang drei wieder, den er trotz beherzter Attacken auf das vor ihm liegende Fahrzeug bis ins Ziel behielt. Für die Meisterschaft war somit die Entscheidung vertagt. Hörr und Kirmann führten mit 99 Punkten vor den Zweitplatzierten mit 79 Punkten.

Mit diesem Informationsstand ging es in den Abend und in die Nacht. Doch dann schlug die Nachricht wie eine Bombe ein: Die Rennleitung des Le Mans Cup hat alle drei Teams des Podests nachträglich disqualifiziert. Der Grund: Die Aufnahme-Verschraubung der so genannten Crashbox – die bei einem Aufprall dazu dient, die Energie zu absorbieren – entspreche nicht den Regeln der Serie. „Dies ist schwer nachvollziehbar, denn grundsätzlich sind alle eingesetzten Fahrzeuge mehr oder weniger baugleich, und nur die Top Drei werden untersucht“, sagte Hörr. So bleibe ein bitterer Nachgeschmack und in der Meisterschaft momentan nur Platz zwei mit 84 Punkten und sieben Zählern Rückstand auf das führende Team.

Jetzt kommt es also am 27. Oktober beim letzten Rennen in Portimão/Portugal zum großen Showdown um die Meisterschaft.