„Motown goes Christmas“ in Leonberg Besinnliche und fröhliche Christmas­-Klassiker

Die Musiker verleihen dem Abend  einen festlichen Charakter. Foto: factum/Jürgen Bach
Die Musiker verleihen dem Abend einen festlichen Charakter. Foto: factum/Jürgen Bach

„Motown goes Christmas“ taucht die Stadthalle in einen stimmungsvollen, weihnachtlichen Zauber.

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Leonberg - Weihnachtlich geschmückt war die Bühne der Leonberger Stadthalle – glitzernd und glänzend das Bühnenbild. Strahlend und mit bunten Weihnachtspäckchen versehen war ein großer Weihnachtsbaum. Zu Gast war „Motown goes Christmas“.

Motown, das steht für Musikgeschichte. Vor mehr als 60 Jahren gründete der Songwriter und Produzent Berry Gordy das Plattenlabel in der Autostadt Detroit. Aus Motorcity wurde Motortown und dar­aufhin die verkürzte Version „Motown“. Schon bald verkaufte Gordy mehr Singles und brachte mehr Hits heraus als jeder andere. Im erfolgreichsten Jahrzehnt des Labels zwischen 1961 und 1971 veröffentlichte Motown 537 Singles, 357 kamen in die amerikanischen Charts, 110 waren in den Top 10 und 28 waren Nummer 1 Hits.

Motown-Sound ist eine Mischung aus Stimmen, Pop und Jazz

Doch Motown war und ist viel mehr. Als erfolgreichste von Afroamerikanern gegründete und geführte Plattenfirma der USA verkörperte Motown das Streben nach Fortschritt und den Optimismus nicht nur einer lang unterdrückten Be­völkerungsgruppe, sondern einer ganzen ­Nation. Der Motown-Sound ist eine Mischung aus unverwechselbaren Stimmen, Frage- und Antwort-Arrangements afroamerikanischer Kirchentradition, Popmusik-Elementen, virtuosen Jazz-Anleihen und unwiderstehlichen Rhythmen gepaart mit zeitlosen Melodien.

Mit den Motown Stars, wie beispielsweise, The Miracles, The Jackson 5, The   Temptations, Marvin Gaye, Smokey ­Robinson und Stevie Wonder entstand dar­über hinaus ein nahezu unerschöpfliches Repertoire an Weihnachtsklassikern.

Und genau diese Christmas­-Klassiker brachten sie nun auf die Leonberger Stadthallenbühne: Die Stars des Abends Wilson D. Michaels, Marshall Titus, Julius P. Williams III und Ashley Washing. Allesamt herausragende, erfolgreiche Künstler. Seit vielen Jahren sind sie in verschiedenen, großen Projekten unterwegs und nicht nur Insidern bekannt. Mit ihnen auf  der Stadthallen-Bühne war die Band, ­bestehend aus Stephan Kraus (Keyboard), Martin Werner (Gitarre), Joscha Glass (Bass), Maximilian Semrau (Sax) und ­Richy Denis (Schlagzeug).

Glitzer und Spaß auf der Bühne

In dunklen Anzügen, samtroten Westen oder auch mal weinroten Jacketts gekleidet, verliehen die Künstler dem Abend von der ersten Minute an einen festlichen Charakter. Aber auch Glitzer und Spaß zeichnete die musikalische Präsentation aus, die im Übrigen auch überaus ansprechend und schön choreografiert war.

So hatte „Motown goes Christmas“ ­viele besondere Momente zu bieten. Mit „Angels among us“ traf Marshall Titus die Zuhörer mit seiner warmen, souligen Stimme direkt ins Herz. Auch „Home“ von Wilson D. Michaels berührte. Mit ihren klaren, hellen Stimmen überzeugten ­Williams und Washing. Sie waren es auch, die den Weihnachtszauber hin und wieder aus der Besinnlichkeit herauskatapul­tierten und eine ansteckende Fröhlichkeit lebten. Gekonnt ließen sie diese auf das Leonberger Publikum überschwappen.

Mit „Do you hear what I hear“, wurde die Leonberger Stadthalle, die sich während vieler Musikpräsentationen also in einem besinnlichen Traum befand, plötzlich hell erleuchtet. Kräftiges Mitsingen, Klatschen und Tanzen war nicht nur ­gewünscht, sondern gefordert. Das Publikum kam der Aufforderung gerne nach. Mehr noch. Plötzlich standen die Gäste von „Motown goes Christmas“ und be­­wegten sich in lässigem Motown Groove.

Ein Abend, der für alle das Passende bereithielt. Etwas fürs Herz und was für die Beine – Besinnlichkeit und Happiness also. Und das ganz nah beieinander. So sollte sie sein, die Weihnachtszeit.




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