MTV-Awards in Amsterdam Katy, Miley und ein Joint im Abendtäschchen

Von SIR/dpa 

Im Gegensatz zu Justin Bieber holt sich Katy Perry ihren MTV European Music Award in Amsterdam persönlich ab. Für einen Miniskandal sorgt Miley Cyrus, die sich auf offener Bühne einen Joint ansteckt. Ein echter Aufreger ist das in den liberalen Niederlanden aber nicht.

Justin Bieber hatte keine Zeit, dafür kam Katy Perry, um sich in Amsterdam den MTV-Award persönlich abzuholen. Foto: Getty Images Europe 18 Bilder
Justin Bieber hatte keine Zeit, dafür kam Katy Perry, um sich in Amsterdam den MTV-Award persönlich abzuholen. Foto: Getty Images Europe

Im Gegensatz zu Justin Bieber holt sich Katy Perry ihren MTV European Music Award in Amsterdam persönlich ab. Für einen Miniskandal sorgt Miley Cyrus, die sich auf offener Bühne einen Joint ansteckt. Ein echter Aufreger ist das in den liberalen Niederlanden aber nicht.

Amsterdam - Der kanadische Teenie-Schwarm Justin Bieber und die kalifornische Sängerin Katy Perry sind auf der MTV-Awardshow als beste Künstler des Jahres 2013 ausgezeichnet worden. Doch mit zwei Preisen war der US-Rapper Eminem der Gewinner der 20. Gala der European Music Awards (EMA) am Sonntagabend in Amsterdam. Vor Tausenden jubelnden Fans hatte die US-Sängerin Miley Cyrus die Show unter dem Motto „Out of Space“ eröffnet. In einem sexy Astronautenanzug war sie aus einem nachgebauten Raumschiff in den Ziggo Dome geschwebt.

Eminem gewann nicht nur den Preis für Best Hip Hop, sondern war auch mit dem Global Icon Award geehrt worden. Der weiße Rapper ist mit nun 13 EMAs der erfolgreichste Star in der 20jährigen Geschichte der Preise. Der Sänger der Band Thirty Seconds To Mars rief zu „ein paar Augenblicken“ Ruhe auf im Gedenken an die Opfer des Taifuns auf den Philippinen.

Justin Bieber, der von den Fans zum vierten Jahr in Folge als bester männlicher Künstler gewählt worden war, war nicht nach Amsterdam gekommen. Dagegen dankte die 29-jährige Katy Perry, die beim Voting unter anderem Lady Gaga besiegt hatte, ihren Fans persönlich und trat auch mit ihrem Hit Unconditionally auf.

Große Favoriten gingen leer aus

Die großen Favoriten gingen allerdings leer aus. Justin Timberlake war für 5 der insgesamt 17 Trophäen nominiert worden. Noch im August hatte er vier MTV Video Music Awards, dem amerikanischen Gegenstück zu den EMAs, mit nach Hause genommen. Auch Lady Gaga erhielt keinen Preis. Die US-Rapper Macklemore & Ryan Lewis, die auch fünfmal nominiert waren, bekamen immerhin noch den EMA in der Kategorie Best New.

Passend zum Motto der Show waren viele Fans und Stars in Glitzeranzügen erschienen. Begleitet von zahlreichen als Aliens ausstaffierten Statisten präsentierte der Sänger der US-Band LMFAO, Redfoo, die Show in stets wechselnden Outfits: Von der knappen Glitzerunterhose bis zum knallengen Mondmann-Anzug.

Miley Cyrus provoziert mit Joint

Mit Spannung war der Auftritt von Miley Cyrus erwartet worden. Sie hatte noch im August mit einem lasziven Tanz in Unterwäsche für einen Skandal gesorgt. Nun hielt die 20-jährige Sängerin es vergleichsweise dezent. Bis auf einen Joint, den sie zum Ende der Show aus ihrem Abendtäschchen holte und auf offener Bühne anzündete. Damit feierte sie die Trophäe für das beste Video ihres Hits „Wrecking Ball“.

Die 20. Ausgabe der MTV-Awards, die von 60 MTV-Sendern live weltweit übertragen wurde, wurde mit zahlreichen Live-Auftritten von Weltstars gefeiert, wie unter anderem Kings of Leon, Robin Thicke, die Rockband The Killers und Bruno Mars. Den Hit des aus Hawaii stammenden Sängers „Locked out of Heaven“ hatten Millionen Fans zum besten Song des Jahres 2013 gewählt.

Auch für Deutschland gab es einen Preis: Die Band Tokio Hotel erhielt einen EMA für Biggest Fans. Der Preis für den besten World Wide Act ging an die chinesische Sängerin Chris Lee. Lena, die in dieser Kategorie auch nominiert war, hatte zuvor bereits den Preis Best German Act gewonnen.

Die ersten MTV Europe Music Awards waren 1994 in Berlin vergeben worden, 2012 sahen rund 40 Millionen Menschen die Show aus Frankfurt. Im nächsten Jahr sollen die Preise im schottischen Glasgow vergeben werden.