Müllproblem in Stuttgart-West Papiertonnen bleiben stehen – das ist der Grund

An der Breitscheidstraße stehen die Tonnen seit dem 7. Oktober. Foto: t/Julia Schramm
An der Breitscheidstraße stehen die Tonnen seit dem 7. Oktober. Foto: t/Julia Schramm

Wegen einer Erkältungswelle kommt es zu Engpässen bei der AWS. Seit elf Tagen stehen Papiertonnen am Straßenrand.

Lokales: Christine Bilger (ceb)
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Stuttgart - Am Montag ist Tag elf des großen Papierstaus im Stadtteil Rosenberg im Westen. So lange stehen dort nun schon etliche grüne Tonnen vor den Häusern – unter anderem an der Breitscheid- und der Senefelderstraße. Die Anwohnerinnen und Anwohner hatten sie pünktlich am 7. Oktober rausgestellt, aber die Abfuhr kam nicht. Wegen Krankheit war es beim Entsorgungsbetrieb AWS zu Ausfällen gekommen.

Übers Wochenende schleppten einige in der Nachbarschaft ihre Tonnen wieder in die Häuser. Zum einen, weil es unordentlich aussieht, zum anderen, weil in der Gegend schon häufig Feuerteufel unterwegs waren und Mülltonnen abfackelten – im Sommer 2019 war es dort zuletzt zu einer ganzen Reihe von Mülltonnenbränden gekommen. Am Montag, 11. Oktober, kam dann die vermeintlich gute Nachricht, es solle noch am selben Tag ein Müllauto kommen und den Papiermüll mitnehmen. Doch wieder blieben die Tonnen stehen.

Die Abfuhr soll diese Woche nachgeholt werden

„Wir haben aufgrund von Urlauben und Krankheit einen Personalengpass“, sagt Ursula Hay vom städtischen Eigenbetrieb AWS. Die Erkältungswelle, die aktuell überall wahrzunehmen sei, habe auch beim Entsorgungspersonal zugeschlagen. Daher seien im Westen zwei Altpapiertouren ausgefallen. Das Unternehmen bedauere das und bemühe sich, die Abholung nachzuholen. Zahlreiche Beschwerden dazu richten die Betroffenen täglich an das Unternehmen.

So einfach lasse sich eine Tour jedoch nicht nachholen. Denn die Tonnen, die stehen geblieben sind, müssen dann zusätzlich zur normalen Runde abgeholt werden. Deswegen sei bislang auch noch nichts passiert: Der Personalengpass dauere an, es seien in der Betriebsstelle Mitte, zu der auch der Westen zähle, bereits Mitarbeitende aus den anderen Betriebsstellen Filder und Neckar eingesprungen. Eine Tour habe man schon nachholen können, die andere werde, so verspricht es die AWS, noch in dieser Woche erfolgen. Da der genaue Tag nicht feststehe, bleibt den Betroffenen nur eines: Sie müssen die grünen Tonnen draußen lassen.




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