Murtasa Ahmadi Messi trifft seinen „Plastiktüten“-Fan aus Afghanistan

Fußballstar Lionel Messi mit seinem großen Fan Murtasa Ahmadi in Doha. Foto: Qatar’s Supreme Committee for Delivery and Legacy/AFP
Fußballstar Lionel Messi mit seinem großen Fan Murtasa Ahmadi in Doha. Foto: Qatar’s Supreme Committee for Delivery and Legacy/AFP

Der argentinische Fußball-Weltstar Lionel Messi hat einem seiner größten Fans mit einem persönlichen Treffen einen Herzenswunsch erfüllt.

Doha - Sein Messi-Fanshirt aus einer gestreiften Plastiktüte hat den kleinen afghanischen Jungen Murtasa Ahmadi vor Monaten weltweit bekannt gemacht - nun hat der Sechsjährige endlich sein argentinisches Fußball-Idol getroffen.

Lionel Messi fand am Dienstag vor einem Freundschaftsspiel seines Vereins FC Barcelona in der katarischen Hauptstadt Doha Zeit, Murtasa zu treffen. „Das Bild, das die Welt sehen wollte“, erklärten die Organisatoren der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar, die den Jungen und den Fußball-Star zusammenbrachten, im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Ein Traum wurde wahr

Damit sei der Traum des sechsjährigen Afghanen „endlich wahr“ geworden. Murtasa sagte laut der Erklärung der WM-Organisatoren: „Ich bin sehr froh, meinen Helden getroffen zu haben. Für mich ist das ein Traum.“ Der junge Afghane sollte später auch bei dem Freundschaftsspiel von Messis Verein gegen den saudiarabischen Verein Al-Ahli im Al-Gharrafa-Stadion in Doha mit auf dem Fußballfeld auflaufen.

Murtasa war im Januar über Nacht berühmt geworden, nachdem Fotos von ihm in einem Fan-Hemd aus Plastiktüten im Internet aufgetaucht waren. Das Shirt hatte sein älterer Bruder Homajun aus einer blau-weiß-gestreiften Einkaufstüte gebastelt, da die Familie zu arm war, um ein echtes Messi-Hemd zu kaufen. Auf den Rücken hatte Homajun mit einem Textmarker Messis Namen und Nummer geschrieben und Fotos von seinem derart ausgestatteten kleinen Bruder ins Internet gestellt.

Messi schickte daraufhin dem damals Fünfjährigen über das UN-Kinderhilfswerk Unicef echte Trikots. Murtas Vater Mohammed Aif Ahmadi sagte damals, er wolle, dass sein Sohn „der Messi von Afghanistan“ werde. Allerdings erhielt Murtasas Familie nach dem Medien-Wirbel Drohanrufe, so dass sie sich zur Flucht aus Afghanistan entschloss.




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