Musikpreis unter Quotendruck Grammy-Akademie müht sich um Vielfalt

Schon Deborah Dugan sollte als Chefin der Academy vieles umkrempeln. Aber sie verlor ihren Job. Foto: imago images/UPI Photo/James Atoa
Schon Deborah Dugan sollte als Chefin der Academy vieles umkrempeln. Aber sie verlor ihren Job. Foto: imago images/UPI Photo/James Atoa

Die Recording Academy vergibt die Grammys. Nur 25 Prozent ihrer Mitglieder sind Frauen. Das und anderes soll sich ändern.

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Los Angeles - Die für die Grammy-Vergabe verantwortliche Recording Academy legt bei der Einladung neuer Mitglieder weiterhin einen Fokus auf Vielfalt. Von den rund 2700 eingeladenen Musikern und Mitarbeitern der Musikindustrie seien knapp die Hälfte weiblich, zudem gehöre ebenfalls knapp die Hälfte unterrepräsentierten ethnischen Gruppen an, erklärte die Akademie am Montag in Los Angeles.

Die Eingeladenen haben nun bis zum 15. September Zeit zuzusagen, bevor sie dann über die Vergabe der nächsten Grammys abstimmen können, die für den 31. Januar 2022 geplant ist. Im vergangenen Jahr hatten rund 75 Prozent der etwa 2300 Eingeladenen zugesagt. Von den derzeit rund 13 000 Mitgliedern sind jeweils rund 25 Prozent weiblich beziehungsweise gehören unterrepräsentierten ethnischen Gruppen an.

Einigung mit der Gefeuerten

Auch die Oscar-Akademie hat angekündigt, ihre Mitgliedschaft vielfältiger machen zu wollen. Beide Vereinigungen waren zuvor heftig für zu wenig Diversität kritisiert worden.

In der vergangenen Woche hatte sich die Recording Academy mit ihrer im vergangenen Jahr gefeuerten Chefin Deborah Dugan geeinigt. Sie war mit dem Vorsatz angetreten, mehr Vielfalt in das Gremium zu bringen. Die Academy hatte Dugan „Fehlverhalten“ vorgeworfen. Dugan sagte, sie sei zu Unrecht beurlaubt worden, nachdem sie sich gegen sexuelle Belästigung gewehrt und Unregelmäßigkeiten bei den Grammy-Nominierungen angesprochen habe. Die Bedingungen der Einigung blieben zunächst unter Verschluss.




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