Formel 1 Sky sichert sich TV-Rechte exklusiv

Von red/dpa 

Sky übernimmt die Übertragungsrechte der Formel 1, während RTL nach drei Jahrzehnten aussteigt. Das hat Folgen für die Fans des Motorsports.

Der Pay-TV-Sender Sky hat sich nach eigenen Angaben die Medienrechte für die Formel 1 gesichert Foto: imago images/HOCH ZWEI
Der Pay-TV-Sender Sky hat sich nach eigenen Angaben die Medienrechte für die Formel 1 gesichert Foto: imago images/HOCH ZWEI

Berlin - Der Großteil der Formel-1-Rennen wird ab der kommenden Saison nur gegen zusätzliche Bezahlung zu sehen sein. Der Pay-TV-Sender Sky hat sich nach eigenen Angaben die Medienrechte für die Motorsport-Serie gesichert und muss nur vier Rennen frei zugänglich machen. Der Free-TV-Sender RTL zeigt die Formel nur noch bis zum Ende der diesjährigen Saison, die am 5. Juli beginnen soll.

Sky überträgt bisher parallel zu RTL und hat sich nun „langfristig die exklusiven Übertragungsrechte“ gesichert. Der Pay-TV-Sender will alle Rennwochenenden der Formel 1 live übertragen, vom ersten freien Training bis zum Rennen am Sonntag.

Über den Kaufpreis wurden keinen Angaben gemacht. Am gleichen Tag gab das Unternehmen bekannt, dass es drei Pakete der Fußball-Bundesliga gekauft hat.

Lesen Sie hier: RTL zieht den Formel-1-Stecker

Mit Sky Sport F1 will das Unternehmen, das zum US-Konzern Comcast gehört, „den ersten linearen Formel-1-Sender im deutschen Fernsehen an den Start bringen, der täglich 24 Stunden ausschließlich Motorsport-Content zeigt“.

Sky muss vier Rennen pro Saison frei empfangbar zeigen - oder zeigen lassen. Die Grand-Prix-Läufe könnten auf dem hauseigenen Free-TV-Sender Sky Sport News HD laufen oder per Sub-Lizenz weiterverkauft werden. „Wir werden unseren Zuschauern das beste Motorsport-Erlebnis aller Zeiten bieten“, sagte Sky-Boss Devesh Raj in einer Mitteilung.

Der Free-TV-Sender RTL hatte am Vortag bekanntgegeben, dass er die Formel-1-Berichterstattung nach 30 Jahren zum Ende der Saison einstellt und finanzielle Gründe genannt. „Wenn Konkurrenten im Spiel sind, die bereit sind, das Doppelte zu bieten, muss man sich mit einem Ausstiegsszenario zwangsläufig auseinandersetzen“, sagte RTL-Sportchef Manfred Loppe.

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