Nach der Remstal-Gartenschau Diese Top-Events sollen in Weinstadt bleiben

Von Luitgard Schaber 

In Weinstadt zeigt man sich zufrieden mit dem Ablauf der Gartenschau. Welche der Locations beibehalten werden sollen und wie es dort weitergehen könnte, ist jetzt beraten worden.

Wie geht es nach der Gartenschau weiter? Weinstadt will einige der besonders erfolgreichen Events fortführen. Foto: SDMG/Kohls
Wie geht es nach der Gartenschau weiter? Weinstadt will einige der besonders erfolgreichen Events fortführen. Foto: SDMG/Kohls

Weinstadt - Insgesamt 180 000 Besucher hat Weinstadt bei seinen rund 700 Aktionen und Veranstaltungen zur Remstal-Gartenschau gezählt. „Dazu kommen noch Wanderer, Spaziergänger und Radfahrer, die nicht erfassbar sind“, zieht Jochen Beglau Bilanz. Zudem hat der Kulturamtsleiter eine Best-of-Liste anhand der einzelnen Besucherzahlen und der Rückmeldungen von Gästen erstellt.

Weinstadt als „Sylt des Remstals“?

Danach gehören zu den Topevents: Die Sunset Lounge im Weinberg auf der Luitenbächer Höhe oberhalb von Großheppach, das Remsufer Open Air, der Rathaus-Treff Strümpfelbach, die offene Veranstaltungsbühne auf der Birkelspitze sowie die interkommunalen Veranstaltungen Nacht der Museen, Nacht der offenen Kirchen, Tag des Singens und der Wandertag. Um das positive Image, das Weinstadt hierdurch bekommen habe, auszubauen, wolle man diese fortführen, erläuterte Beglau im Gemeinderat. Dabei ist über den Fortbestand von den interkommunalen Veranstaltungen schon entschieden. „Diese sind von der Gesellschafterversammlung der Remstal-Gartenschau bereits gesetzt.“ Als Remstal-Sommer sollen sie gemeinsam mit dem Tourismusverein Remstal-Route weiterhin organisiert werden. Darüber hinaus will man sich auch mit den vier anderen Veranstaltungen in den Remstal-Sommer einbringen.

Auch die Bühne an der Birkelspitze soll bleiben

Schließlich hat Weinstadt durch sie an Außenwirkung gewonnen, allen voran wohl mit der Sunset Lounge. Während der Gartenschau haben Weingüter auf der Aussichtsplattform über dem Wasserhäusle wochenends Besucher bewirtet. Das Angebot kam so gut an, dass es der Remsecker OB Dirk Schönberger bei der Gartenschau-Abschlussveranstaltung seiner Stadt ausdrücklich unter den Aktionen im übrigen Remstal als seinen Favoriten hervorhob. „Man spricht auch vom Sylt des Remstals“, berichtete Beglau von dem Beinamen, den Besucher der Lounge gegeben haben. „Das ist ein Pfund, das wir uns nicht entgehen lassen sollten.“

Auch der Rathaus-Treff Strümpfelbach wurde von örtlichen Weingütern auf die Beine gestellt und soll künftig über die Sommermonate mittwochabends betrieben werden. Beim Remsufer Open Air, das alle zwei Jahre an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden im Juli steigen soll, kann die Stadt derweil auf die Unterstützung des Jazzclubs Armer Konrad zählen. Bei der offenen Veranstaltungsbühne auf der Birkelspitze hofft die Verwaltung, dass sich ebenfalls eine ehrenamtliche Selbstorganisation findet. „Vielleicht kann diese durch den Betreiber eines Kiosks dort, wie er vielfach gewünscht ist, mitgemanaged werden.“

Jede Menge Arbeit für das Kulturamt

An der Arbeitsbelastung im Kulturamt dürfte dies aber dennoch wenig ändern. 2800 Überstunden habe das siebenköpfige Team, zu dem auch Teilzeitkräfte gehören, gemeinsam im Gartenschaujahr angehäuft, berichtete Beglau. Dabei habe man auch in den Jahren zuvor schon deutlich mehr Arbeit geleistet als die Stellenumfänge betragen. „Das ist ein unhaltbarer Zustand“, sagte er. Zumal darunter bereits die Gesundheit und die Familien der Kulturamtsmitarbeiter litten. Er bat deswegen den Gemeinderat eindringlich, eine halbe Stelle mehr zu bewilligen. Andernfalls sei nicht nur der Remstal-Sommer nicht zu leisten, sondern man müsse auch bei Traditionsveranstaltungen Einschnitte machen, mahnte Beglau. So gelang es ihm trotz der angespannten Haushaltslage der Stadt, dem Gemeinderat die Stellenaufstockung abzutrotzen.




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