Nachgekocht aus Haya Molchos „Wien“ Auberginen-Shakshuka

Was für ein gutes Essen: Shakshuka mit Auberginen. Die Zubereitung sehen Sie in der Bildergalerie. Foto: Nuriel Molcho/Brandstätter Verlag 11 Bilder
Was für ein gutes Essen: Shakshuka mit Auberginen. Die Zubereitung sehen Sie in der Bildergalerie. Foto: Nuriel Molcho/Brandstätter Verlag

Obwohl es im Internet überall gratis Rezepte gibt, sind Kochbücher nach wie vor sehr beliebt. Ob sie aber wirklich etwas taugen, merkt man erst, wenn man daraus kocht. Heute im Test: Auberginen-Shakshuka aus „Wien“ von Haya Molcho und Söhnen.

Leben: Anja Wasserbäch (nja)

Stuttgart - Kochen hilft immer. Auch gegen Fernweh. Haya Molcho und ihre Söhne sind in Wien ansässig, ihre Neni-Restaurants findet man in vielen anderen Städten. Aus ihrem „Wien“-Kochbuch testen wir das Auberginen-Shakshuka.

Wer ist das? Haya Molcho ist eine israelische Köchin und Gastronomin und lebt mit ihrer Familie in Wien. Beeindruckend ist ihr Werdegang: Los ging es mit dem ersten Restaurant Neni am Naschmarkt in Wien. Das war 2009, Haya Molcho war 54 Jahre alt. Ihre Söhne waren gleich mit im Boot. Einen Businessplan hatten sie nicht. Zum Banktermin haben sie Skizzen und Essen mitgebracht. Sie bekamen das Geld. Diesen Schneid und dieses „Wenn du etwas willst, dann schaffst du das“ habe sie von ihren Eltern mitbekommen. „Sie haben mich erzogen, Mut zu haben“, so Molcho. „Und auch wenn man nicht perfekt ist, wird man geliebt. Das ist die Basis für alles.“ Und sie liebt ihre Söhne; ihre Familie. Die Anfangsbuchstaben ihrer vier Sprösslinge bilden den Namen des Restaurants: Nuriel, Elior, Nadiv und Ilan. Dann ging es schnell voran. Heute steht die Marke Neni für ganz schön viel. Auch für Humus, Baba Ganoush, Kichererbsen & Co. an der Kühltheke im Supermarkt.

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Was ist das für ein Buch?

Es ist nicht nur zum Nachkochen, sondern auch zum Träumen von besseren Zeiten, in denen Reisen wieder unbeschwerter sein wird. Haya Molcho teilt nicht nur Rezepte, sondern auch Geschichten von ihrer Wahlheimat Wien, und man versteht noch besser, warum sie sich für diesen Ort entschieden hat.

Das Test Rezept:

Auberginen-Shakshuka mit Tahina und Kräutern

(für 4 bis 6 Personen zum Frühstück oder Brunch oder als leichtes Hauptgericht)

Zutaten:

20 g Knoblauch

20 g grüne Chilischote

2 Auberginen

1,3 kg Tomaten

2 EL Olivenöl plus mehr

zum Beträufeln

2 TL Salz

6 Eier

4 EL fein geschnittene

Petersilie, Dillspitzen

und/oder fein geschnittener

Koriander

5 EL Tahina

Sauerteigbrot

oder Focaccia zum

Servieren

Zubereitung

Knoblauch schälen und fein würfeln. Chili entkernen und fein würfeln. Auberginen und Tomaten grob würfeln. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und Knoblauch, Chili und Auberginen scharf anbraten, bis die Auberginenwürfel goldbraun sind.

Anschließend die Tomaten hinzufügen und ca. 15 Minuten zu einer dickflüssigen Masse einkochen. Salzen und mit einem Löffel 6 Mulden formen. In jede Mulde 1 Ei schlagen, die Eier salzen (vor allem die Eigelbe) und abgedeckt 4–5 Minuten garen, bis das Eiweiß fest wird, die Eigelbe im Inneren jedoch noch flüssig sind.

Shakshuka mit Kräutern bestreuen, mit Olivenöl beträufeln und etwas Tahina darüber verteilen. Sauerteigbrot oder Focaccia aufschneiden und zur Shakshuka servieren.

So lange dauert’s

Circa 40 Minuten insgesamt, kommt darauf, wie schnell man schnippelt.

Das sagen die Mitesser:

Seelentröster! Dieses Essen ist das, was man im englischen „Comfort Food“ nennt.

Für Fans von: Wien!

Weitere Tipps: Karamelisierter Kimchi oder Linsensalat mit Kaspressknödeln – darin sind noch einige Rezepte, die wir nachkochen wollen.

Haya Molcho: Wien.

Brandstätter Verlag, 35 Euro.




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