Das Geheimnis ist gelüftet. Kim Höschele wird den Cannstatter Quellenclub als Faschingsprinzessin durch die fünfte Saison führen. Die 28-Jährige bekleidete das Amt bereits vergangenes Jahr – allerdings kurz. Dann stoppte Corona das närrische Treiben.

Ein Hauch von Soko Stuttgart wehte kurz nach Beginn der Prunksitzung des Cannstatter Quellenclubs (CQC) durch den Saal. In einem dramatischen Film erinnerten die Verantwortlichen ans Schicksal der letztjährigen Faschingsprinzessin Kim Höschele. Wegen der Corona-Zwangspause wurde ihre Regentschaft jäh gestoppt. Noch schlimmer: An Aschermittwoch – das zeigte der Videoclip – wurde sie entführt. Die Kidnapper verlangten eine Auslösesumme, die der Verein nicht auftreiben konnte. Die Hoheit blieb verschwunden – bis Freitagabend. Zur Überraschung vieler stieg die 28-Jährige aus einer Entführerkiste: unversehrt, strahlend, in einem roten Kleid und mit der Krone auf dem Kopf. Kim I. von Bad Cannstatt.

Als Radiomoderatorin Rampenlicht gewöhnt

Mit dem Faschingsvirus wurde die Cannstatterin früh infiziert. Als Kind steht sie bereits auf der Bühne – bei Theateraufführungen in der Schule, als aktive Gardetänzerin beim Cannstatter Quellenclub und später als Trainerin des CQC-Nachwuchses. Auch als Radio-Moderatorin und Eventprofi ist sie Rampenlicht gewöhnt. „Jetzt freue ich mich auf die Kampagne mit vielen Auftritten bei befreundeten Vereinen“, sagt Kim I. Am 18. und 19. März folgt ein weiterer Höhepunkt: Der CQC richtet die 50. Deutsche Meisterschaft im karnevalistischen Tanzsport in der Schleyerhalle aus. Höschele wird die Veranstaltung mit bis zu 8000 Zuschauern moderieren – dann als ehemalige Faschingsprinzessin.