Neue Infektionen in Kernen Diakonie Stetten: Die Lage ist angespannt

„Die zweite Corona-Welle trifft uns derzeit sehr hart“, sagt Rainer Hinzen. Foto: /Rainer Kwiotek
„Die zweite Corona-Welle trifft uns derzeit sehr hart“, sagt Rainer Hinzen. Foto: /Rainer Kwiotek

Es gibt eine ganze Reihe weitere bestätigte Corona-Fälle bei Kindern und Jugendlichen in den Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.

Kernen - Weitere Tests in den vergangenen Tagen haben laut einer Mitteilung der Diakonie Stetten ergeben, dass sich zusätzlich zu den bereits nachgewiesenen Ansteckungen auch mehrere Bewohner der Kinder- und Jugendwohnbereiche in Stetten und in Bad Cannstatt mit dem Coronavirus infiziert haben. Ein weiterer Reihentest habe am Freitag in Stetten stattgefunden. Hierzu war erneut das Infektomobil des Landkreises vor Ort. Die Abstriche wurden vom Team der Corona-Ambulanz Schorndorf vorgenommen. Mit den Ergebnissen dieser Testreihe wird Anfang der kommenden Woche gerechnet.

Unter den Infizierten sind 15 Kinder und Jugendliche

Nach dem aktuellen Stand seien seit Wochenmitte bereits 15 Kinder und Jugendliche mit Behinderung, eine Wohngruppenmitarbeiterin und ein Lehrer der Theodor-Dierlamm-Schule, positiv getestet worden, so heißt es in der Mitteilung. Auch bei den Mitarbeitern der unterstützenden Dienste gebe es „einzelne positive Fälle“. Eine positiv getestete Bewohnerin befinde sich zur Behandlung im Krankenhaus.

Bis auf wenige Ausnahmen zeigten die positiv getesteten Personen keine Symptome. Für sie wurden Isolierungsgruppen eingerichtet. Weitere Wohngruppen, in denen Kontaktpersonen leben, stehen unter Quarantäne. In den Schulräumen der Theodor-Dierlamm-Schule findet vorläufig kein Präsenzunterricht statt, dieser wurde in die Wohngruppen verlagert. Externe Schüler erhalten soweit möglich Angebote zum Fernunterricht.

Diakonie Stetten stockt sei Krisenteam auf

Die mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Maßnahmen in den Diakonieeinrichtungen gelten zunächst einmal für die kommenden Tage, bis die Gesamtsituation besser eingeschätzt werden kann, teilt die Diakonie mit. In allen Wohneinrichtungen auf dem Gelände in Stetten seien verstärkte Schutzmaßnahmen angeordnet. „Die zweite Corona-Welle trifft unsere Klienten und Mitarbeiter derzeit sehr hart“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Stetten, Pfarrer Rainer Hinzen. Sein Versprechen: „Wir tun weiterhin alles dafür, das Infektionsgeschehen wieder einzudämmen. Unter anderem haben wir unser eigenes Krisenteam zur Bearbeitung der Fälle verstärkt und sind gut vorbereitet, wenn noch weitere positive Fälle hinzukommen sollten.“




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