Neues Angebot in Korntal-Münchingen Auf musikalischem Weg zu Gott

Von Franziska Meißner 

In der Stadt gibt es eine neue christliche Musikschule, es ist damit nach Ditzingen die zweite im Strohgäu. Die Verantwortlichen sehen einen Bedarf, den reguläre Einrichtungen nicht abdecken würden – Kritiker werfen den Anbietern einen missionarischen Grundgedanken vor.

Die Verantwortlichen der Ausbildungsstätte in Korntal: Michael Fitz, Christoph Link, Jürgen Lorenz und Friedemann Meussling (von links). Foto: factum/Granville
Die Verantwortlichen der Ausbildungsstätte in Korntal: Michael Fitz, Christoph Link, Jürgen Lorenz und Friedemann Meussling (von links). Foto: factum/Granville

Korntal-Münchingen - Eine städtische Musikschule gibt es in Korntal-Münchingen seit gut drei Jahrzehnten. Nun bekommt die traditionelle Ausbildungsstätte Konkurrenz: Im Herbst ist, wie erst jetzt bekannt wurde, eine weitere Musikschule namens Tonart an den Start gegangen. Diese unterscheidet sich von der städtischen Einrichtung schon dadurch, dass sie eine dezidiert christliche Ausrichtung hat. „Musik ist eine von Gott geschaffene Gabe“, heißt es im Internetauftritt der Schule: „Es lohnt sich, sie zu gebrauchen und zu fördern.“ Und das hat sich der Zusammenschluss aus dem Korntaler CVJM und der Christlichen Musik- und Kunstakademie (CMKA) mit Sitz in Stuttgart zum Ziel gesetzt.

Klavier, Gitarre, Gesang oder Keyboard können auch an der städtischen Musikschule erlernt werden. Den Verantwortlichen der christlichen Musikschule geht es aber um etwas anderes: um die Liedbegleitung im Gottesdienst. „Von den meisten Musikschulen wird das nicht bedient“, sagt Michael Fitz vom CVJM. Deshalb sieht er das neue Angebot auch nicht als Konkurrenz, vielmehr besetze man einen „Nischenmarkt“. Der Bedarf aber sei da: „Viele Leute haben sich so etwas gewünscht“, sagt Christoph Link vom CVJM.

Die Lehrer müssen gläubig sein

Neben den musikalischen Fähigkeiten geht es in der neuen Korntaler Einrichtung, die im CVJM-Haus angesiedelt ist, auch um den Glauben. Zu den „speziellen Fertigkeiten“, von denen Fitz im Zusammenhang mit der kirchlichen Liedbegleitung spricht, gehört auch eine nicht näher definierte „geistliche Haltung“.

Die Lehrer von der CMKA, die auch den Bedarf an Sacro-Pop, das sind geistliche Popsongs, abdecken sollen, sind laut Friedemann Meussling von der CMKA „alle ausgebildete Musiklehrer“: „Eine hohe Qualität ist uns wichtig.“ Gleichzeitig seien sie jedoch auch Christen, die „an den Messias glauben müssen“, so Fitz.

Meussling sagt: „Musik ist ein tolles Medium, etwas zu verkündigen.“ Mit modernen Elementen wie Rap oder Jazztanz wolle man auch Jugendliche ansprechen, „die sonst nicht in Musikschulen wären“, sagt Fitz.




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