Neues Gemeindehaus in Weissach Das Gemeindehaus auf Du und Du mit der Kirche

Von Florian Mader 

Der Neubau ist fertig. Am Samstag weihen die Katholiken ihn mit einem Festgottesdienst ein.

Ein einfacher, archaischer Putzbau: das neue Gemeindehaus in Weissach Foto: factum/Bach
Ein einfacher, archaischer Putzbau: das neue Gemeindehaus in Weissach Foto: factum/Bach

Weissach - Wer die nagelneuen, großzügigen Terrassentüren öffnet, muss zweimal überlegen, wo er sich jetzt befindet. Noch auf dem ebenso neuen, hellen Kirchplatz – oder schon im großen Raum des neuen Gemeindehauses? Von Samstag an kann das jeder ausprobieren, denn dann ist das neue Gemeindehaus der Weissacher Katholiken endlich fertig.

Die Einheit von Kirche, Kirchplatz und Gemeindehaus war das Ziel des Neubaus. Denn ein Gemeindehaus hat die Kirchengemeinde eigentlich bereits, hinter der ­Kirche steht es, erst im März 1991 ist es eingeweiht worden. „Das war aber nie so richtig ideal für uns“, erklärt Cäcilia Rie­dißer, die Pastoralreferentin. Denn von der Kirche aus sind es einige Schritte, vor allem ist es nicht barrierefrei – ein Problem für die älter werdende Gemeinde.

Deutliche Adressbildung

Letzter Pinselstrich für den Gemeindesaal Foto: factum/Bach
Das ändert sich nun. Über flache, neue Wege kommt man hoch zum Kirchplatz. Von dort geht’s dann ebenerdig sowohl in die Kirche als auch ins Gemeindehaus. Das Pfarrbüro und der großzügige Gemeindesaal liegen auf dieser Ebene. „Die Lage am Kirchplatz, auf Augenhöhe mit der Kirche, dient der deutlichen Adressbildung“, formuliert es der Architekt Henning M. Baurmann aus Karlsruhe. Im Obergeschoss sind weitere Gemeinderäume, im Unter­geschoss ein Jugendraum. „Der Baukörper des neuen Pfarrhauses ist ein einfacher, fast archaisch anmutender Putzbau“, ­erklärt Baurmann sein Konzept.

1,6 Millionen Euro hatte die katho­lische Kirchengemeinde für den Neubau eingeplant. „Das wird wohl nicht ganz ausreichen“, sagt Cäcilia Riedißer. „Vor ­allem, weil wir auch die Kirche saniert ­haben.“ Der gleiche Farbton der Kirchenfassade unterstreicht die Einheit mit dem neuen Gemeindehaus.

1,6 Millionen Euro reichen nicht

Zur Finanzierung hat die Weissacher Kirchengemeinde Rücklagen gebildet. Dazu bekommt sie Zuschüsse von der Diözese. Den Hauptteil des Geldes soll aber der Verkauf des bisherigen Gemeindehauses bringen. „Den Verkauf haben wir schon auf den Weg gebracht“, sagt Riedißer. „Das wird in den nächsten Wochen entschieden.“

Dort, wo jetzt das neue Gemeindehaus steht, befand sich vorher das alte Pfarrhaus aus den 50er-Jahren. Weil eine Sanierung zu teuer gewesen wäre, hatte sich die Gemeinde 2014 für den Neubau entschieden.

Einweihung