Neuffen Wanderschilder gezielt gestohlen

Auch am Parkplatz Ob der Neuffener Steige haben die Diebe zugeschlagen. Foto: Schwäbischer Albverein
Auch am Parkplatz Ob der Neuffener Steige haben die Diebe zugeschlagen. Foto: Schwäbischer Albverein

Immer häufiger stoßen die Wegewarte des Schwäbischen Albvereins entlang des beliebten Nordrandwegs auf Leerstellen bei der Beschilderung. Weil die Wegweiser offensichtlich gezielt gestohlen werden, hat der Verein jetzt Strafanzeige erstattet.

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Neuffen - Der Schwäbische Albverein (SAV) und der Tourismusverband Schwäbische Alb haben Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Offenkundig systematisch haben Diebe in den vergangenen Tagen und Wochen entlang des Nordrandwegs der Schwäbischen Alb die dort angebrachten Wegweiser entwendet. Der mit 365 Kilometern längste, älteste und bekannteste Fernwanderweg der Schwäbischen Alb zählt zu den vom Deutschen Wanderverband ausgezeichneten 14 „Top Trials of Germany“ und gilt als touristischer Leuchtturm in der Region.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung äußern Albverein und Tourismusverband den Verdacht, dass es nicht Wanderfreunde, sondern Autofahrer waren, die sich der Schilder bemächtigt haben. Auffällig sei, dass alle bisher bekannten Standorte, an denen die Wegweiser abgeschraubt worden waren, mit dem Auto gut erreichbar sind.

Beispielhaft gilt das auch für den Parkplatz Ob der Neuffener Steige, an dem der Albsteig-Wegweiser gezielt abgeschraubt wurde. Schwerpunkt der Diebstähle sind der Mitteilung zufolge neben dem Landkreis Esslingen die Landkreise Ostalb, Göppingen und Reutlingen. Die Spur der Diebe lässt sich dabei vor allem entlang des Albsteig-Abschnitts zwischen Aalen (Ostalbkreis) und Bad Urach (Kreis Reutlingen) verfolgen. Auffällig ist, dass meist die in Richtung Süden, nach Tuttlingen weisenden Schilder entfernt worden sind.

„Die Pflege eines so langen Weges ist sehr arbeits- und kostenintensiv“, sagt Hans-Ulrich Rauchfuß, der Präsident des Schwäbischen Albvereins. Das Entfernen der mit Fördermitteln des Landes finanzierten Wegweiser sei kein harmloser Streich, sondern eine Straftat, ergänzt der Geschäftsführer der Schwäbische Alb Tourismus, Louis Schumann.




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