Neuzugang in der Wilhelma Stuttgarts neues Australienkrokodil trägt ein Geheimnis

Australienkrokodil Bong lebt jetzt in der Wilhelma. Foto: Wilhelma Stuttgart
Australienkrokodil Bong lebt jetzt in der Wilhelma. Foto: Wilhelma Stuttgart

Die Wilhelma hat einen neuen Bewohner – das Australienkrokodil Bong ist aus dem Frankfurter Zoo nach Stuttgart gekommen. Der tierische Neuzugang trägt ein Geheimnis in sich.

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Stuttgart - Pünktlich zur Wiedereröffnung der großen Tierhäuser vermeldet die Wilhelma einen neuen Bewohner. Das Australienkrokodil Bong ist aus dem Zoo in Frankfurt nach Stuttgart gezogen und soll nun der australischen Krokodildame Billa Gesellschaft leisten. Ob der Neuzugang der geschätzt 35-jährigen Billa ein echter Partner wird oder eher eine beste Freundin, ist aber noch nicht klar – denn bis jetzt weiß man noch nicht, ob das Krokodil männlich oder weiblich ist.

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Bei dem erst sieben Jahre alten und 1,25 Meter langen Tier sind die äußeren Geschlechtsmerkmale naturgemäß nur wenige Millimeter groß. Krokodile besitzen keine Geschlechtschromosomen. So entscheidet die Temperatur im Bruthügel aus Erde und Pflanzen, ob aus einem Ei ein Männchen oder Weibchen schlüpft: unter 30 Grad wird es ein Weibchen, über 34 Grad ein Männchen. Dazwischen ist beides möglich.

Weil Bong nicht in einem Inkubator ausgebrütet wurde, sondern in der Krokodilanlage des Zoos Frankfurt schlüpfte, gibt es keine Gewissheit darüber. Laut der Wilhelma ist dies allerdings auch kein Problem, denn bei Australienkrokodilen setzt die Geschlechtsreife erst nach deutlich mehr als zehn Jahren ein.

Eine weitere Krokodilart

Neben den beiden Australienkrokodilen leben in der Wilhelma auch noch zwei Leistenkrokodile – darunter auch das größte Krokodil Deutschlands. Während die kleineren Australienkrokodile nur im Süßwasser von Flüssen und Sümpfen leben, vertragen die großen Leistenkrokodile auch Salzwasser und sind daher auch in Mündungsbereichen und im Meer zu finden. So begegnen sich die beiden Arten in der Natur in manchen Regionen.

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In der Wilhelma werden die beiden Arten getrennt gehalten, um jedes Risiko zu vermeiden. Doch eigentlich gehören die Australienkrokodile nicht ins Beuteschema der großen Leistenkrokodile und es kommt auch keine Futterneid auf. Denn die Australienkrokodile sind mit ihren lang gezogenen spitzen Mäulern für den Fischfang spezialisiert, während die schwergewichtigen Leistenkrokodile vor allem Jagd auf Säugetiere und große Vögel machen.

Kein negativer Schnelltest mehr für Besuch nötig

Wer dem Neuzugang einen Besuch abstatten möchte, kann dies täglich von 8.15 Uhr bis 20 Uhr machen. Für den Besuch ist kein negativer Schnelltest mehr nötig – in den Häusern und draußen in den gekennzeichneten Bereichen gilt allerdings weiterhin eine Maskenpflicht. Die Tickets müssen vorab online gebucht werden. Weiter Informationen finden Sie hier.




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