Zwar verliert Keith Yandle mit den Philadelphia Flyers die Partie gegen die New York Islanders mit 3:4, dennoch hat der Verteidiger etwas zu feiern: Er stellt eine neuen Bestmarke in der NHL auf.

Sport: Jürgen Kemmner (jük)

Stuttgart - Am Mittwoch wurde Eishockey-Legende Wayne Gretzky 61 Jahre alt, aber das nur am Rande. Der Kanadier hält so ziemlich alle wichtigen Rekorde in der NHL, einer jedoch geht nicht auf sein Konto: die meisten Spiele in Folge. Den hielt Doug Jarvis mit 964 Einsätzen in Serie. Hielt. Denn Keith Yandle hat ihm die Bestmarke nun abgenommen, der Profi der Philadelphia Flyers absolvierte seit dem 26. März 2009 jedes Pflichtspiel in der NHL, also 965 Partien am Stück. „Es ist etwas, wofür ich offensichtlich sehr dankbar bin“, sagte der Verteidiger.

Nun, so gefährlich wie Fliegen mit einem Wingsuit oder das Surfen von Monsterwellen ist Eishockey nicht. Es rangiert in den Verletzungsstatistiken sogar hinter Fußball oder Football, auch Motorsport gilt als riskanter. Zwar erleiden pro Saison gut 90 Prozent der Spieler mindestens einmal eine Verletzung, in den meisten Fällen handelt es sich aber um oberflächliche Probleme, die leicht behandelbar sind. Weil Eishockey-Cracks harte und zähe Burschen sind, lassen sie sich von Wehwehchen nicht bremsen. Im November 2019 bekam Keith Yandle, als er für die Florida Panthers gegen die Carolina Hurricanes spielte, einen Puck ins Gesicht und verlor neun Zähne – er kehrte im letzten Drittel wieder aufs Eis zurück und spielte am nächsten Tag gegen die Buffalo Sabres. Rekorde in der NHL bekommt man eben nicht geschenkt, die muss man sich verdienen.

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