Nicolas Sarkozy Berater zeichnete offenbar heimlich Gespräche auf

Keine guten Nachrichten für Nicolas Sarkozy. Foto: dpa
Keine guten Nachrichten für Nicolas Sarkozy. Foto: dpa

Neuer Ärger für Nicolas Sarkozy: Offenbar muss Frankfreichs Ex-Präsident die Veröffentlichung zahlreicher vertraulicher Gespräche aus seiner Amtszeit befürchten. Patrick Buisson, einer seiner damals engsten Berater, soll über Jahre hinweg heimlich Tonaufzeichnungen von Gesprächen im Élyséepalast angefertigt haben.

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Neuer Ärger für Nicolas Sarkozy: Offenbar muss Frankfreichs Ex-Präsident die Veröffentlichung zahlreicher vertraulicher Gespräche aus seiner Amtszeit befürchten. Patrick Buisson, einer seiner damals engsten Berater, soll über Jahre hinweg heimlich Tonaufzeichnungen von Gesprächen im Élyséepalast angefertigt haben.

Paris - Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy (59) muss die Veröffentlichung zahlreicher vertraulicher Gespräche aus seiner Amtszeit befürchten. Nach Informationen des Enthüllungsblattes „Le Canard enchaîné“ hat einer seiner damals engsten Berater über Jahre hinweg heimlich Tonaufzeichnungen von Gesprächen im Élyséepalast angefertigt. Als Beweis veröffentlichte die Zeitung die Abschrift eines Mitschnitts vom 27. Februar 2011. Darin geht es um eine am gleichen Tag verkündete Regierungsumbildung.

Der aus dem rechten Lager kommende Ex-Berater Patrick Buisson (64) bezeichnete die Aufzeichnungen in einer Stellungnahme als Arbeitsdokumente, die zur Vorbereitung von Folgetreffen gedient hätten. Sie seien nach und nach vernichtet worden - bis auf einige, die offensichtlich entwendet worden seien.

Nach Informationen des „Canard“ fertigte Buisson die Mitschnitte mit einem Diktiergerät an, das er stets in einer Tasche versteckt hielt. Das Abhörmaterial soll eine Gesamtlänge von mehreren Hundert Stunden haben. Sarkozy äußerte sich zunächst nicht dazu. Aus seinem Umfeld hieß es in Medienberichten, er sei außer sich vor Wut.




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