Nordische Kombination Frenzel ist Rydzeks Vorbild

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Werdegang: Sachse Frenzel stammt aus Geyer, sein Vater war Biathlet. Als Sechsjähriger begann er mit der Kombination, im Alter von zwölf Jahren wechselte er aufs Sportinternat nach Oberwiesenthal. 2007 debütierte er im Weltcup. Rydzek ist in Oberstdorf geboren, er liebt die Berge im Allgäu. Sein Vater war einst Helfer bei der Vierschanzentournee. Kurz vor seinem fünften Geburtstag machte er die ersten Mattensprünge, 2003 entdeckte ihn Olympiasieger Thomas Müller für die Kombination. Im Weltcup startete Rydzek erstmals 2008. „Eric war mein Vorbild“, sagt er, „heute bewundere ich ihn, dass er sich nach all seinen Erfolgen immer wieder motivieren kann.“

Privatleben: Freundin Lissi und seine Familie begleiten Rydzek zu vielen Wettkämpfen, sind auch in Lahti dabei. Seine Schwester Coletta holte im Januar Bronze bei der Junioren-WM der Langläuferinnen. Frenzel lernte Ehefrau Laura auf dem Sportinternat kennen. Als Sohn Philipp auf die Welt kam, waren sie selbst noch Teenager (18 und 15 Jahre alt). „Ich musste früh lernen, Verantwortung zu übernehmen“, sagt Frenzel, „davon habe ich auch im Sport profitiert.“ Die Familie, zu der auch Sohn Leopold (1) gehört, lebt im oberpfälzischen Flossenbürg und erwartet bald das dritte Kind. Frenzel interessiert sich für Volleyball und Musik, Rydzek liebt Gleitschirmfliegen, Skifahren, Mountainbiken und Klettern. Beide studieren Wirtschaftsingenieurwesen.

Finanzen: Die Audi-Fahrer Rydzek (A4 Avant Quattro) und Frenzel (A6 Avant Quattro) gehören zu den Großverdienern im Weltcup. Rydzek, der einen privaten Großsponsor hat, kam in den Saisons 2015/16 und 2016/17 bisher auf 138 700 Euro Preisgeld, Frenzel auf 195 600 Euro. Er verfügt über einen Pool von vier Hauptsponsoren.

Glücksbringer: Comic- und Handy-Fan Rydzek trägt bei Wettkämpfen stets ein T-Shirt, für das Kinder des Skiclub Oberstdorf ein Superman-Logo umgestaltet haben. Das „S“ tauschten sie gegen ein „R“ aus, das für „Super-Richie“ steht. Frenzel nimmt auf jede Reise ein Kopfkissen mit. „Wenn ich mal dazu komme“, sagt der gestresste Vater, „dann will ich auch gut schlafen.“ Um fit zu sein für die Duelle mit Rydzek. Das nächste steigt an diesem Mittwoch in Lahti.

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