Nürtingen Hochwasserschutz plant künftig das Land

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Bei Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser entlang des Neckars fungiert künftig das Land Baden-Württemberg als Bauherrin. Bisher lagen die Planungen bei der Stadt Nürtingen. Finanzielle Nachteile entstünden ihr dadurch nicht, teilt das Regierungspräsidium mit.

Im November 2013 war in Nürtingen unter anderem der Neckar über die Ufer getreten. Foto: /Horst Rudel/Archiv
Im November 2013 war in Nürtingen unter anderem der Neckar über die Ufer getreten. Foto: /Horst Rudel/Archiv

Nürtingen - Die Stadt Nürtingen fungiert bei Maßnahmen für den Hochwasserschutz entlang des Neckars künftig nicht mehr als Bauherrin. Dies werde wegen einer „erforderlichen Umstellung der Finanzierung“ künftig das Land Baden-Württemberg, vertreten durch den Landesbetrieb Gewässer übernehmen, heißt es in einer Mitteilung des Regierungspräsidiums (RP) Stuttgart. Bisher lagen die Planungen bei der Stadt.

Dadurch entstünden der Kommune keine finanziellen Nachteile. Denn an der Verteilung der Kosten ändere sich nichts. Weiterhin trage die Stadt einen Eigenanteil von 30 Prozent, 70 Prozent steuere das Land bei. Der Hochwasserschutz bleibe weiter „ein gemeinsames Projekt mit gemeinsamer Verantwortung“, so das RP.

Weitere Maßnahmen sind notwendig

Dass für Nürtingen weitere Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser notwendig sind zeigte sich zuletzt im Jahr 2013, als der Neckar, die Steinach und der Tiefenbach über die Ufer traten. Deshalb sollen die bestehenden Anlagen entlang des Neckars ertüchtigt und zudem ausgebaut werden, um die Anwohner künftig vor einem Hochwasser zu schützen, das statistisch alle 100 Jahre aufritt.

Auf einer Länge von 10,6 Kilometern – von den Stadtteilen Neckarhausen bis Zizishausen – sollen Schutzdeiche und -wände auf Vordermann gebracht und verbessert werden. Dafür ist laut dem RP ein Zeitraum von zehn Jahren vorgesehen, in dem sieben Bauabschnitte geplant seien. Der erste umfasse auf der rechten Flussseite die Strecke von der Aubrücke bis zum Gewerbegebiet Zizishausen.

Folgen des Klimawandels

Als Folgen des Klimawandels sei in Zukunft sowohl mit Niedrigwasserperioden als auch mit starken Regenfällen zu rechnen. Diese könne zu lokalen Überflutungen, sogenannten Starkregenereignissen, oder zu flächendeckendem Hochwasser in großen Flüssen wie dem Neckar, führen. Auch in Nürtingen ist diese Problematik bekannt. Nach dem Hochwasserereignis 1978 wurden für die Stadt Hochwasserschutzmaßnahmen in Form von Dämmen und Mauern entlang des Neckars geplant und gebaut.




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