Nussknacker in Leonberg Am Ende ist alles nur ein Traum gewesen

Der  hölzerne Nussknacker ist zum Leben erwacht  und nimmt Clara mit ins Land  der Süßigkeiten. Foto: factum/Jürgen Bach
Der hölzerne Nussknacker ist zum Leben erwacht und nimmt Clara mit ins Land der Süßigkeiten. Foto: factum/Jürgen Bach

Ein traumhafter Abend in der Stadthalle. Das Ensemble des russischen Nationalballetts tanzt „Der Nussknacker“.

Leonberg - Traumhafte Dinge ereignen sich bei Clara (im russischen Original: Mascha) und ihrer Familie. Von ihrem Patenonkel Droßelmeier bekommt das Mädchen zu Weihnachten einen hölzernen Nussknacker geschenkt. In der Nacht träumt sie, wie der Nussknacker zum Leben erwacht und mit anderen Puppen vom Heer des Mäusekönigs angegriffen wird. Doch mit ihrer Hilfe siegt der Nussknacker und verwandelt sich in einen Prinzen, der Clara zum Dank mit ins Reich der Süßigkeiten nimmt. Dabei geht es über den Tannenwald zum Schloss Zuckerburg, wo die dort residierende Zuckerfee zu Ehren ihrer Gäste ein Fest veranstaltet.

Am Ende war alles nur ein Traum. Doch Träumen ist wichtig und sollte, ob bei Jung oder Alt, niemals verloren gehen. Träume zu verfolgen, bedeutet sich auf den Weg zu machen zum Glück und der eigenen Zufriedenheit. Träume umsetzen, sie sich zu erfüllen, danach strebt der Mensch.

Klassisches Weihnachtsstück

So beflügelte nun das Russische Nationalballett die Fantasie der Stadthallenbesucher. Begeistert verfolgten sie die tänzerischen Leistungen des Ensembles. Anna Serogina verkörperte das Mädchen Clara. Fein, grazil und elegant präsentierte sie ihre Tanzkunst. An ihrer Seite Nussknacker und Prinz, getanzt von Dmitrii Poliakov. Zauberhaft in seinen Bewegungen der Harlekin (Maksim Semenov). Mit nahezu schon akrobatischen Tanzeinlagen zeigten sich Viktoriia Sevoian und erneut Maksim Semenov bei ihrem chinesischen Tanz. Und auch der russische Tanz von Konstantin Dunaev, Aleksei Riumin und Bulat Gatin wurde vom Publikum begeistert gefeiert. Die Geschichte des Nussknackers schrieb einst E.T.A. Hoffmann. Alexandre Dumas’ Version wurde später von Pjotr Iljitsch Tschaikowski vertont und ist ein populäres Ballettstück, welches gerne in der Weihnachtszeit aufgeführt wird.

Doch nicht nur „Der Nussknacker“, auch „Schwanensee“ und „Dornröschen“ zählen allesamt zu den beliebtesten getanzten Stücken des klassischen russischen Balletts und Tanztheaters. Sie sind die Klassiker des Ballettrepertoires. Zeitlos zeigen sich die Meisterwerke und lassen kleine wie auch große Ballettabendbesucher träumen.

Große Namen und internationaler Ruhm

Das Russische Nationalballett pflegt diese Balletttradition und kann sich mit großen Namen schmücken. Gegründet zur Zeit der Perestroika, nahm es Absolventen der großen russischen Choreografie-Schulen auf. Auf diese Weise kamen die ersten Solisten von dem berühmten Moskauer Bolschoi Ballett und dem ebenso berühmten Kirov Ballett aus St. Petersburg, weiterhin aus Riga, Kiew und Kazan. Heute hat das Russische Nationalballett seine eigenen Ausbildungsstätten mit über 70 Tänzern und erfahrenen Ballett-Pädagogen mit internationalem Ruhm.

Anmutig und mit Eleganz entführt das Ballettensemble die Zuschauer regelmäßig in eine Welt des Traums und der Poesie. Das Bühnenbild ist durchdacht und unterstützt die getanzte Geschichte. Und auch die vielen schönen und fantasievollen Kostüme tragen dazu bei, das Ballettstück in seiner Gesamtheit zu genießen.

Auf ihrer derzeitigen Europatournee besucht die Company des Russischen Nationalballetts mehr als 200 Städte. Doch auch weltweit sind sie unterwegs, beispielsweise in den USA, Südafrika und China. Die Aufführungen des Russischen Nationalballetts basieren auf Original-Libretti und Choreografien von Marius Petipa sowie Lew Iwanow.

Schön, dass die Ballett-Company auch in Leonberg auf der Stadthallenbühne zu Gast war, was einmal mehr zeigt, welch wichtige Rolle die Stadthalle für das kulturelle Leben in der Region spielt.




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