OB-Wahl in Stuttgart Kandidat-O-Mat bleibt wie er ist

Von StZ 

Die Landeszentrale für politische Bildung bereinigt Irritationen, die um den Kandidat-O-Maten zur Stuttgarter OB-Wahl entstanden sind.

Im November fällt die Entscheidung darüber, wer neuer Chef im Stuttgarter Rathaus wird. Foto: dpa/Marijan Murat
Im November fällt die Entscheidung darüber, wer neuer Chef im Stuttgarter Rathaus wird. Foto: dpa/Marijan Murat

Stuttgart - Seit dem Wochenende können Bürgerinnen und Bürger auf elektronischem Wege ihre politischen Positionen mit denen der Kandidatinnen und Kandidaten für die Stuttgarter OB-Wahl am 8. November abgleichen: Kandidat-O-Mat nennt sich das von der Landeszentrale für politische Bildung entwickelte Online-Format, das auch von der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten als spielerische Wahlhilfe präsentiert wird. Rund 100 000 Nutzer haben laut Landeszentrale bisher darauf zugegriffen.

Nun aber gibt es einige Verwirrung um diesen Kandidat-O-Maten. Der Grund: Das zuständige Projektteam der Landeszentrale wollte allen Kandidatinnen und Kandidaten nachträglich die Möglichkeit geben, an den Begründungen für ihre im Kandidat-O-Maten hinterlegten Positionen zu feilen. Der Anlass waren Anfragen von Veronika Kienzle (Grüne) und Hannes Rockenbauch (SÖS/Linke), die Änderungen vornehmen wollten.

Die Direktion tritt auf die Bremse

Als die Direktion der Landeszentrale auf eine Presseanfrage hin von dem Angebot des Projektteams erfuhr, trat sie auf die Bremse. Die gute Absicht, den Nutzwert des Kandidat-O-Maten mit der Hinterlegung zusätzlicher Informationen zu erhöhen, sei zwar nachvollziehbar, hieß es in einer Erklärung vom Mittwochnachmittag. Leider sei dabei jedoch nicht ausreichend bedacht worden, „dass dies den Vorwurf nachträglicher Manipulationen im Kandidat-O-Mat nach sich ziehen könnte“. Ergänzungen des Kandidaten Rockenbauch, die kurzzeitig freigeschaltet waren, wurden daraufhin rückgängig gemacht. „Es wurde angeordnet, dass der Kandidat-O-Mat so im Netz bleibt, wie er ursprünglich ins Netz gegangen war und dass keine nachträglichen Änderungen eingepflegt werden dürfen“, heißt es in der Mitteilung. Die Landeszentrale stellte zudem klar: „Zu keinem Zeitpunkt wurde die Möglichkeit eröffnet, bereits gegebene Antworten zu Sachfragen (ja – neutral – nein) nachträglich zu ändern.“

Weiter klärungsbedürftig ist der Vorwurf des OB-Kandidaten Ralph Schertlen, der kritisiert hatte, in seinem Fall seien falsche Antworten hinterlegt worden. Die Landeszentrale will an diesem Freitag dazu Stellung nehmen.




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