Öffentliches Telefon in Plieningen Bezirksbeirat will Telefon behalten

Von fri 

Die Telekom möchte ihr öffentliches Telefon an der Filderhauptstraße abbauen, weil der Umsatz zu niedrig ist. Die Bezirksbeiräte möchten es aber gerne behalten. Was mit dem Telefon nun passiert, ist unklar.

Das öffentliche Telefon an der Filderhauptstraße erwirtschafte weniger als 50 Euro pro Monat Umsatz, sagt die Telekom. Foto: Archiv Barnerßoi
Das öffentliche Telefon an der Filderhauptstraße erwirtschafte weniger als 50 Euro pro Monat Umsatz, sagt die Telekom. Foto: Archiv Barnerßoi

Plieningen - Die Deutsche Telekom möchte die letzte verbliebene Telefonzelle an der Filderhauptstraße abbauen. So hat es die Bezirksvorsteherin Andrea Lindel in der jüngsten Bezirksbeiratssitzung verlesen. Betriebskosten von 150 Euro monatlich stünden einem Umsatz von weniger als 50 Euro pro Monat gegenüber, lautete die Auskunft der Telekom. Nun wolle die Telekom aber die Meinung des Bezirksbeirats dazu hören.

Die Lokalpolitiker waren sich einig: Sie wollen die Telefonzelle behalten. Auch wenn Festnetz und Handy mittlerweile weit verbreitet sind – es gäbe dennoch Gelegenheiten, bei denen ein öffentliches Telefon benötigt werde, argumentierten sie, etwa ein leerer Akku oder wenn das Handynetz überlastet oder ausgefallen sei.

Von der Telekom sind keine genauen Auskünfte zu bekommen

Von der Telekom-Pressestelle ist allerdings keine eindeutige Auskunft zu bekommen, ob dies nun bedeutet, dass die Telefonzelle abgebaut wird oder nicht, und auch nicht, in welchem Zeitrahmen sich dies entscheiden wird. „Der Umsatz ist ein klares Indiz dafür, dass der Wunsch nach einer Grundversorgung durch die Bevölkerung an dieser Stelle offensichtlich nicht mehr besteht“, schreibt ein Telekom-Sprecher per E-Mail. Insofern sei der Kunde der Architekt des Telefonzellen-Netzes. „Wenn die Gemeinde trotzdem an einem Standort festhalten möchte, sprechen wir mit der Gemeinde über eine kostengünstige Alternative wie etwa ein Basistelefon“, schreibt er weiter. Ein Basistelefon sei quasi eine „reduzierte“ Telefonzelle ohne Beleuchtung oder Wetterschutz, und darum günstiger in Unterhaltung und Wartung.

Das Plieninger Telefon ist allerdings bereits so rudimentär ausgestattet. Auf die Nachfrage, was denn dann damit geschähe, war trotz regelmäßigem Nachhaken per Telefon und E-Mail über einen Zeitraum von fast zwei Wochen hinweg keine Auskunft von der Telekom zu bekommen.

Sonderthemen