ÖPNV in Stuttgart VVS setzt zum April 2022 die Preise hoch

Die Fahrt mit Bus und Bahn wird im VVS 2022 erneut teurer. Der Aufschlag wird im Schnitt voraussichtlich bei 2,5 Prozent liegen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Die Fahrt mit Bus und Bahn wird im VVS 2022 erneut teurer. Der Aufschlag wird im Schnitt voraussichtlich bei 2,5 Prozent liegen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Die Fahrt mit Bus und Bahn wird erneut teurer. Die Verkehrsunternehmen verweisen auf gestiegene Kosten und die finanziellen Folgen der Coronapandemie.

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Stuttgart - Nach deutlichen Preissenkungen durch die umfassende Tarifzonenreform im Jahr 2019 dreht der Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) auch 2022 wieder an der Preisschraube. Über alle Fahrkartenarten hinweg ist im Schnitt ein Aufschlag von voraussichtlich 2,5 Prozent vorgesehen, die exakte Höhe für die einzelnen Nutzergruppen werden im Herbst dieses Jahres bekannt gegeben werden. Der Marke von 2,5 Prozent hatte der Aufsichtsrat der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) am 25. Juni zugestimmt. An diesem Dienstag, 20. Juli, tagt die Gesellschafterversammlung des Verkehrsverbundes. Es wird erwartet, dass die Verkehrsunternehmen wie in den Vorjahren dem SSB-Vorschlag folgen. Die neuen Fahrpreise sollen dann vom 1. April 2022 an gelten.

Die Unternehmen verweisen nicht nur auf steigende Personal- und Energiekosten sowie den Aufwand für neue Fahrzeuge – die SSB will in den nächsten Jahren neue Stadtbahnen für 160 Millionen Euro anschaffen –, sondern auch auf die Auswirkungen der Coronapandemie. Die Schließung von Geschäften, Restaurants und abgesagte Veranstaltungen führten zu einem deutlichen Rückgang an Fahrgästen. „Niemand ist erfreut, wenn der Fahrpreis steigt, aber der Finanzierungsbedarf des Nahverkehrs ist in den nächsten Jahren sehr hoch“, so Stuttgarts OB Frank Nopper, der den Aufsichtsräten von SSB und VVS vorsitzt. Bei einem Verzicht auf die Preiserhöhung müssten die Kommunen 14 Millionen Euro mehr an den Verbund überweisen, so der OB. Nach der Pandemie solle der VVS-Tarif erstmals für mehrere Jahre festgelegt werden, schlägt Nopper vor, „Dies bedeutet mehr Verlässlichkeit für die Fahrgäste.“




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