Ole Skambraks SWR-Mitarbeiter will sich gegen Kündigung wehren

Der SWR-Mitarbeiter wehrt sich (Symbolbild). Foto: imago images/Arnulf Hettrich
Der SWR-Mitarbeiter wehrt sich (Symbolbild). Foto: imago images/Arnulf Hettrich

Ole Skambraks will sich gegen seine Kündigung wehren. Das teilte der SWR-Mitarbeiter am Donnerstag mit.

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Stuttgart - Der SWR-Mitarbeiter Ole Skambraks will sich gegen seine Kündigung wehren. „Ich habe mir einen Anwalt genommen und werde gegen die fristlose Kündigung gerichtlich vorgehen“, sagte Skambraks am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Nach einem Konflikt über öffentliche Äußerungen zur Corona-Berichterstattung hatte der SWR Skambraks, der im Sounddesign bei SWR2 befristet angestellt war, Ende Oktober gekündigt.

Skambraks habe „den SWR und damit die hier tätigen Kolleginnen und Kollegen fortgesetzt durch falsche Tatsachenbehauptungen in der Öffentlichkeit diskreditiert“, hatte die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt zur Begründung erklärt. Damit habe er auch den Betriebsfrieden „empfindlich gestört“. Skambraks hatte in einem offenen Brief, der am 5. Oktober auf dem Blog „Multipolar“ unter der Überschrift „Ich kann nicht mehr“ erschien, unter anderem behauptet, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk bewusst Themen unterdrücke.

Skambraks widerspricht der Kritik

Nach Auffassung des SWR erweckte Skambraks dabei den falschen Eindruck, dass er direkten Einblick in die redaktionelle Themenplanung und -entwicklung habe, obwohl er an solchen Redaktionskonferenzen in der Regel gar nicht teilnehme. Über die laut Skambraks nicht aufgegriffenen Themen sei „in Wahrheit sehr wohl im SWR und der ARD berichtet“ worden. Dazu legte der SWR dem epd auch eine Liste mit Links vor.

Skambraks widerspricht der Kritik. „Die Tatsache, dass diese Liste manchen Medien auf Anfrage zugesandt wird, doch bis jetzt nirgends überprüfbar veröffentlicht wurde, unterstreicht nur die Intransparenz und die Verengung der öffentlichen Debatte in der Berichterstattung“, sagte er dem epd. Er habe in seinem offenen Brief dargelegt, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Corona-Berichterstattung von dem Anspruch „sehr weit entfernt“ sei, ein „vielfaltsicherndes und Orientierungshilfe bietendes Programm“ zu gewährleisten. Der SWR äußerte sich auf epd-Nachfrage zunächst nicht zu der Ankündigung Skambraks’, juristische Schritte einzulegen.




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