Opernschultreffen in Stuttgart Macht aber viel Arbeit

Von Susanne Benda 

In Stuttgart kommen erstmals alle fünf baden-württembergischen Ausbildungsstätten für Opernsänger zusammen.

Szene aus der aktuellen Produktion der Opernschule Stuttgart, Hans Werner Henzes „Elegie für junge Liebende“ Foto: Christoph Kalscheuer
Szene aus der aktuellen Produktion der Opernschule Stuttgart, Hans Werner Henzes „Elegie für junge Liebende“ Foto: Christoph Kalscheuer

Stuttgart - Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit: Der viel zitierte Spruch Karl Valentins gilt ganz besonders für die wohl komplexeste aller Künste, die Oper. Um vor einem Publikum eine Geschichte singen und darstellen zu können, die sich ein Komponist und ein Librettist ausgedacht haben, braucht es eine lange und profunde Ausbildung. Basisarbeit leisten dabei die Ausbildungsstätten, die den Musikhochschulen angeschlossen sind. Dass diese Opernschulen in der Regel jede für sich alleine arbeitet, möchte man kaum glauben – tatsächlich aber kommen von diesem Sonntag an erstmals eine Woche lang in der Stuttgarter Musikhochschule und im Wilhelma-Theater alle fünf Opernschulen des Landes zusammen.

Dabei geht es nicht nur um Erfahrungsaustausch, sondern um Präsentation: Jede Hochschule wird sich und die Intensität eines von jungen Menschen gestalteten Musiktheaterabends mit einer aktuellen Produktion vorstellen. Zu erleben sind also Hans Werner Henzes „Elegie für junge Liebende“ aus Stuttgart (16. 6.), die Uraufführung des Musiktheaters „Schau mich an!“ aus Freiburg (18. 6.), Philippe Boesmans’ „Reigen“ aus Mannheim (20. 6.), die szenische Aktion „Wind und Hunger“ aus Stuttgart (21. 6.), Brittens „The Turn of the Screw“ aus Karlsruhe (22. 6.) sowie ein Monteverdi-Pasticcio aus Trossingen (23. 6.). Hinzu kommen Vorträge, Podien und Meisterkurse für Solo- und Ensemblegesang u. a. von Angela Denoke, Barbara Frittoli, Natale de Carolis Doris Soffel, Rainer Trost, Adam Benzwi, Fabio Luisi und Cornelius Meister sowie von den Regisseuren Vasily Barkhatov (vom Bolschoi-Theater) und Stefan Herheim. Das Opernschultreffen, so die Rektorin der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Regula Rapp, soll kein Wettbewerb sein, sondern „ein Forum der Begegnung und des Dialogs zwischen arrivierten Könnern und den Stars der Zukunft, zwischen Hochschule und Theaterpraxis und vor allem für die Studierenden aus aller Welt, die an den baden-württembergischen Musikhochschulen in Unterricht und Bühnenpraxis erlernen, wie passioniertes, kreatives Musiktheater gemacht wird.“

www.hdmk-stuttgart.de