Partyleben in Stuttgart Der Kings Club im Exil ist später fertig als geplant

Von Uwe Bogen 

Die große Party am neuen Ort steigt später als geplant: Wirtin Laura Halding-Hoppenheit, die viel Lob für ihren Auftritt bei Harald Schmidt im Schauspielhaus hört, eröffnet ihren Kings Club im Exil erst im Februar. Der Umbau verzögert sich.

Wirtin Laura Halding-Hoppenheit mit Harald Schmidt auf der Bühne des Schauspielhauses. Sie bekam Blumen, er von ihr das Buch „Das gibt es nur in Stuttgart“. Foto: Andreas Engelhard 5 Bilder
Wirtin Laura Halding-Hoppenheit mit Harald Schmidt auf der Bühne des Schauspielhauses. Sie bekam Blumen, er von ihr das Buch „Das gibt es nur in Stuttgart“. Foto: Andreas Engelhard

Stuttgart - Am nächsten Donnerstag wollte Wirtin Laura Halding-Hoppenheit ihren Kings Club im Exil mit einer großen Party eröffnen. Doch der Umbau in der ehemaligen Spielhalle an der Torstraße unweit des Tagblattturms verzögert sich. „Wir haben viel gearbeitet in den letzten Tagen und Nächten“, berichtet die Clublegende, „mein Personal ist voll motiviert.“

Der Umzug, der notwendig geworden ist, weil die alten Räume an der Calwer Straße nach über 40 Jahren von Grund auf saniert werden müssen, sei bereits vollzogen. „Wir sind am neuen Ort angekommen und nun eifrig dabei, möglichst viel von der Einrichtung Rot zu machen“, sagt die Stadträtin. Ihre Gäste bittet sie um „etwas Geduld“. Ein genauer Termin zum Neustart stehe noch nicht fest. Nur eines sei klar, betont Laura Halding-Hoppenheit, die am vergangenen Samstag bei Harald Schmidt im Schauspielhaus ein überaus schlagfertiger Überraschungsgast auf der Bühne war: „Wir sind alle begeistert und glücklich über die Veränderung!“

„Ich hatte Angst vor Haralds scharfer Zunge“

Viel Lob hat die „Mutter der Schwulen“ nach ihrem Auftritt bei „Echt Schmidt“ , der „Show-Reihe der ehrlichen Worte“, gehört. „Es war ein grandioser Abend“, sagt Laura, „nach der Show sind viele Menschen, junge wie alte, zu mir gekommen und haben gratuliert:“ Sehr froh sei sie darüber gewesen. „Ich hatte schon ein wenig Angst vor Haralds scharfer Zunge“, sagt sie, „aber wir haben uns blendend verstanden.“ Überrascht war die Wirtin, wie gut sich Schmidt über den Kings Club und die Diskussionen in Stuttgart über Darkrooms nach der vorübergehenden, inzwischen wieder zurückgenommenen Schließung der Schwulenbar Eagle auskennt. Offensichtlich hatte er sich gut vorbereitet.

Warum Laura Darkrooms für wichtig hält

Laura erklärte, warum sie Darkrooms für wichtig hält, auch wenn sie in ihren Clubs keine hat. Dort könnten sich junge Männer treffen, die noch ungeoutet sind, weil sie keinen Freund mit nach Hause nehmen könnten. Es ging um Fahrradwege, die sie für nicht so wichtig hält, weil man besser etwas gegen soziale Ungerechtigkeiten in der Stadt tun solle und über ihre Männer. „Ich war nur einmal verheiratet“, verriet sie. Wird sie noch einmal heiraten? Im Publikum saß ihr neuer Lebensgefährte Peter Jacobi, der international gefeierte Bildhauer und Fotograf aus Wurmberg. Den stellte sie nach ihrem Auftritt ihrem Gastgeber Harald Schmidt vor. „Sie haben sich gut verstanden“, berichtet sie. Auch nach der Show wurde es witzig. Den Entertainer kennt die Wirtin, seit sie mit dem Schauspieler Helmut Berger, der bei ihr in Stuttgart lebte, dessen Talkshow besucht hatte.

Laura schenkt Harald Schmidt ein Stuttgart-Buch

Auf der Bühne des Schauspielhauses hatte Laura Blumen von Harald Schmidt bekommen – sie wiederum schenkte ihm das Buch „Das gibt es nur in Stuttgart“, damit der Entertainer ihre Lieblingsstadt und deren Vorzüge noch besser kennenlernt. „Harald hat sich über dieses schlaue Buch gefreut“, sagt sie.




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