InterviewPaul Zipser in der NBA So sieht Zipser seine Perspektive

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Dennis Schröder hat einen mit 70 Millionen Dollar dotierten neuen Vierjahresvertrag in Atlanta unterschrieben und denkt schon an den nächsten Kontrakt, bei dem er noch mehr herausschlagen möchte. Sie haben einen Vierjahresvertrag mit einem Volumen von knapp 5,3 Millionen Dollar (rund 4,4 Millionen Euro) – wie sieht Ihre Perspektive aus?
Das werde ich in dieser Saison sehen. Ich denke zurzeit nicht über einen neuen Vertrag nach. Man weiß nie, was kommt. Ich will einfach an meinem Spiel weiter arbeiten und erst einmal die Saison gesund überstehen, das ist in meinem Fokus. Ich brauche nicht über irgendwelche Zahlen nachzudenken. Ich bin mehr als zufrieden, was man in der NBA verdient. Das ist meine Meinung dazu.
Viele träumen von dem, was Sie verdienen oder von einer Gehaltserhöhung vom ersten Jahr von etwa 630 000 Euro auf jetzt rund 1,1 Millionen Euro wie bei Ihnen.
Klar, die NBA ist gerade im Aufschwung mit ihrem neuen Fernsehvertrag. Der Sport bringt einen Haufen Geld ein, deshalb ist es fair für die Spieler, dass sie so bezahlt werden. Aber insgesamt, wenn man das in Relation zu so gut wie sonst fast allen Jobs auf der Welt sieht, ist das schon nicht wirklich gerechtfertigt.
In Ihrem Jugendzimmer bei den Eltern in Schriesheim hängt ein Klebebild von Michael Jordan am Fensterrahmen, jetzt spielen Sie selbst beim Ex-Club des besten Spielers der Basketball-Geschichte.
Es ist immer noch ein bisschen surreal. Zwischendurch hat man immer wieder mal einen Moment, in dem man das genießt, dass man in dem Verein spielen darf. Egal, wo auf der Welt man durch die Stadt läuft, sieht man ja immer ein paar Leute mit einer Mütze, Trikot oder T-Shirt der Bulls.
Michael Jordan schwebt in Chicago noch immer über allem – wie wirkt sich das auf die Spieler von heute aus?
Das ist Motivation. Alleine in der NBA zu spielen ist eine Riesenehre. Aber dann auch noch in diesem Verein mit dieser Legende, die den Basketball weiterentwickelt und geformt hat, steigert das noch. Überall sieht man Bilder oder liest irgendetwas, sieht die Trikots oder die Meisterschaftsbanner unter dem Hallendach hängen, das motiviert ungemein. Wenn man mal einen schlechten Tag hat oder von aufeinanderfolgenden Spielen müde ist, dann schaut man da oben hin, das treibt an.