Plakat-Streit in Nürtingen Plakate werden abgehängt

Von adt 

Der Nürtinger Oberbürgermeister Otmar Heirich lässt die umstrittene Zeltwerbung zum Maientag abhängen. Zumindest Schulen und Kindergärten sind dazu aufgerufen worden.

Mit diesem Plakat wird für eine Party am Nürtinger Maientag geworben. Foto: Horst Rudel
Mit diesem Plakat wird für eine Party am Nürtinger Maientag geworben. Foto: Horst Rudel

Die Stadt Nürtingen hat ihre Schulen und Kindergärten angewiesen, die Werbeplakate zum diesjährigen Maientag wieder abzuhängen. Auf den Plakaten, mit denen ein Festwirt mit der Aufforderung „Ein Bier zahlen, zwei Bier trinken“ für den Besuch der „After Work Party“ am Montag, 10. Juni, in seinem Festzelt wirbt, sind minderjährige Mädchen abgebildet. Die Werbung, die mit dem Signet der Stadt versehen ist, war in 200-facher Ausfertigung in der Stadt verteilt worden.

„Die Plakate waren im Paket mit anderen Werbematerialien und Flyern auch an Schulen und Kindergärten rausgegangen. Das war von vornherein nicht so geplant“, räumt Bettina Bernhard, die Pressesprecherin der Stadt, ein. Nachdem Kritik am Motiv und an den Plakaten aufgekommen war, hatte der Nürtinger Oberbürgermeister Otmar Heirich die Aktion mit dem Hinweis verteidigt, es sei nicht anstößig, mit 27-jährigen Frauen für das Fest zu werben. Tatsächlich hatte der Stadtchef mit seiner Schätzung ordentlich danebengelegen: Die Models am Biertisch waren zum Zeitpunkt der Aufnahmen 15 und 16 Jahre alt.

Anderen städtischen Einrichtungen und den Einzelhandelsgeschäften stellt es die Verwaltung nach wie vor frei, ob sie mit den umstrittenen Plakaten für das Traditionsfest werben wollen. „Da gibt es weder eine Anordnung noch eine Empfehlung unsererseits“, sagt Bettina Bernhard.




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