Platz für Industrie und Gewerbe IHK rügt den Flächenmangel in der Region Stuttgart

Gute Laune, aber ernste Themen: Wolf Martin (Bezirkskammer Göppingen), Marjoke Breuning (Präsidentin der IHK Region Stuttgart) und Hauptgeschäftsführer Johannes Schmalzl kritisieren fehlende Gewerbe- und Industrieflächen in der Region Stuttgart. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Gute Laune, aber ernste Themen: Wolf Martin (Bezirkskammer Göppingen), Marjoke Breuning (Präsidentin der IHK Region Stuttgart) und Hauptgeschäftsführer Johannes Schmalzl kritisieren fehlende Gewerbe- und Industrieflächen in der Region Stuttgart. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Die Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart (IHK) ruft Bürger und Kommunen dazu auf, mitzuhelfen, damit mehr Flächen für Gewerbe und Industrie ausgewiesen werden können.

Lokales: Thomas Durchdenwald (dud)
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Stuttgart. - Die Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart (IHK) fordert von Städten und Gemeinden, aber auch von den Bürgern eine größere Bereitschaft, neue Gewerbe– und Industrieflächen auszuweisen. „Es gibt einen hohen Bedarf und ein zu geringes Angebot“, sagte IHK-Präsidentin Marjoke Breuning. Die IHK verweist dabei auf eine Erhebung der regionalen Wirtschaftsfördergesellschaft WRS, wonach der durchschnittliche jährliche Bedarf an Gewerbeflächen nicht mehr gedeckt werde. Der Nachfrage nach 164 Hektar stünden nur 100 Hektar verfügbare Areale gegenüber. „Wenn wir hier im Status quo verharren, verspielen wir die Zukunft der Region“, sagte Johannes Schmalzl, Hauptgeschäftsführer der IHK.

Areale für ortsansässige Firmen

Neue Flächen würden gebraucht, damit die ortsansässigen Betriebe, aber auch Unternehmen, die von außen kommen, neue Produkte, Geschäftsmodelle und Technologien umsetzen könnten, sagte Göppingens IHK-Bezirkskammerpräsident Wolf Martin. Trotz des momentanen wirtschaftlichen Umfelds gebe es die höchste Nachfrage in der Industrie, vor allem im Fahrzeugbau. Aber auch die Logistikbranche, die große Areale benötige, sei vom Mangel betroffen. Besonders prekär sei die Lage in Stuttgart und den Kreisen Ludwigsburg und Böblingen, im Rems-Murr-Kreis und im Kreis Göppingen sei sie etwas entspannter. „Das Filstal und der Kreis Göppingen sind zu wenig im Blick der Investoren“, sagte Martin, dabei sei der Standort über die B 10 und die Schiene besser erreichbar als noch vor Jahren. Gerade für das Filstal, in dem der Maschinenbau vorherrschend sei, seien neue Flächen wichtig, um den Strukturwandel, Stichworte: Digitalisierung und Elektromobilität, zu bewältigen. Martin: „Das betrifft auch neue Arbeitsplätze“. Der Unternehmer kritisierte, dass in einem Bürgerentscheid in Uhingen das gemeinsame Gewerbegebiet Filstal mit der Nachbarkommune Ebersbach, die es nun alleine realisieren will, abgelehnt wurde.

„Kein Blatt Papier zwischen IHK und Region“

Schmalzl sieht die IHK im Boot mit der WRS und dem Verband Region Stuttgart, die dafür werben, aus dem Flächenpotenzial von 1000 Hektar rasch Areale baureif zu machen. „Da passt kein Blatt Papier zwischen uns und die Region“, sagte er.




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