Polizei in Köln Obdachloser soll angezündet worden sein

Nur noch ein Brandfleck zeugt von einem möglichen Anschlag auf einen Obdachlosen in diesem Kölner Toilettenhäuschen am Wochenende. Foto: dpa/Henning Kaiser
Nur noch ein Brandfleck zeugt von einem möglichen Anschlag auf einen Obdachlosen in diesem Kölner Toilettenhäuschen am Wochenende. Foto: dpa/Henning Kaiser

Mit lebensgefährlichen Verletzungen kommt ein Obdachloser ins Krankenhaus. Der 44-Jährige soll an seiner Schlafstätte in einem Toilettenhäuschen angezündet worden sein. Die Polizei ermittelt.

Köln - Ein 44 Jahre alter Obdachloser soll in Köln nachts an seiner Schlafstätte angezündet und dabei lebensgefährlich verletzt worden sein. Eine Mordkommission ermittle wegen eines versuchten Tötungsdelikts, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag mitteilten. Der Wohnungslose bat den Angaben zufolge eine Bekannte am Morgen um Hilfe, weil er schwere Brandverletzungen hatte. Rettungskräfte brachten den 44-Jährigen daraufhin in eine Klinik auf die Intensivstation. Er war zunächst nicht vernehmungsfähig.

Nach Angaben eines Polizeisprechers von Sonntag war ein Toilettenhäuschen auf einem Platz in der Kölner Südstadt der Tatort. Dort hatte sich demnach der Obdachlose in der Nacht einen Schlafplatz gesucht. Anhand der Art der Brandverletzungen gehen die Ermittler davon aus, dass der Mann von Dritten angezündet worden sein muss.

Obdachlose wurden schon mehrfach attackiert

Immer wieder werden Obdachlose Opfer von Überfällen oder Angriffen. Im Sommer 2018 wurden zwei Männer Opfer eines Brandanschlags auf einem Bahnhofsvorplatz in Berlin. Im August 2019 wurden zwei Angeklagte ebenfalls in Berlin zu Haftstrafen verurteilt, weil sie die Kleidung eines obdachlosen Zechkumpanen auf einer Bank angezündet hatten. In Hamburg zündeten unbekannte Täter im Mai 2019 die Haare eines schlafenden Obdachlosen an. Eine Frau schlug die Flammen aus.

Zuletzt wurde Anfang 2020 ein schlafender Obdachloser im Vorraum einer Bank in Berlin angezündet. Er kam mit schweren Brandverletzungen ins Krankenhaus.




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