Polizei warnt auch im Rems-Murr-Kreis Extrem gefährliche Ecstasy-Pillen im Umlauf

Von kap 

Ein Pärchen im Kreis Schwäbisch Hall schluckt Ecstasy-Pillen namens „Schmetterling“ und gerät in Lebensgefahr. Die Polizei warnt vor den gefährlichen Tabletten, bei denen es sich um „Research Chemicals“ handeln soll. Diese Substanzen sollen bereits zum Tod von drei Menschen im Bodenseeraum geführt haben.

Im Großraum Stuttgart sind zurzeit extrem gefährliche Ecstasy-Pillen im Umlauf. (Symbolbild) Foto: dpa
Im Großraum Stuttgart sind zurzeit extrem gefährliche Ecstasy-Pillen im Umlauf. (Symbolbild) Foto: dpa

Großraum Stuttgart - Ein 23 Jahre alter Mann und seine 21-jährige Freundin haben in der Nacht zum Samstag in Fichtenau (Kreis Schwäbisch Hall) Ecstasy-Pillen namens „Schmetterling“ eingenommen und sind daraufhin bewusstlos geworden. Beide befanden sich zeitweise in einem lebensgefährlichen Zustand und mussten mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Dies meldet die Polizei.

Ermittlungen der Beamten ergaben nun, dass die mit einem Schmetterlingssymbol bedruckten Pillen mit sogenannten „Research Chemicals“ hergestellt wurden und somit extrem gefährlich und unberechenbar sind. Bei dem Dealer konnte die Polizei die gleichen Pillen und ein entsprechendes Pulver sicherstellen. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte dieser die Tabletten selbst hergestellt und dazu „Research Chemicals“ verwendet. Nach derzeitigem Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass weitere Pillen mit der lebensgefährlichen Substanz im Umlauf sind.

Research Chemicals sind unberechenbar

Die Beamten im Kreis Schwäbisch Hall, dem Rems-Murr-Kreis und dem Ostalbkreis warnen eindringlich vor diesen Pillen und appelieren, die Tabletten keinesfalls einzunehmen. Ungeachtet der allgemeinen Gefahr von Drogen, gehe von diesen Pillen ein unberechenbares und lebensgefährliches Risiko aus, so die Beamten.

Unter „Research Chemicals“ versteht man in diesem Fall Substanzen, die vorhandenen illegalen Stoffen ähneln. Die Wirkungsweisen dieser als Forschungschemikalien deklarierten, meist pulvrigen Substanzen sind kaum erforscht. Sie können in ihrer Wirkung um ein Vielfaches höher sein als bekannte Betäubungsmittel. Aufgrund der nicht vorhersehbaren, auch lebensgefährlichen Wirkungen ist der Konsum dieser Stoffe ein unberechenbares Risiko. Die Dosis ist unkalkulierbar, Überdosierungen können zu Atemdepression, Atemlähmung, Blutdruckabfall und Kreislaufversagen bis hin zum Tod führen.

Seit Anfang des Jahres verstarben im Bodenseeraum drei Menschen, nachdem sie Drogen konsumiert hatten. Bei diesen Todesfällen besteht der Verdacht, dass sie im direkten Zusammenhang mit der Einnahme von „Research Chemicals“ stehen.




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