Polizeibericht aus Leonberg Trickbetrüger sind unterwegs

Von ulo 

Ein Mann gibt vor, eine Störung beim Kabelanbieter Unity Media überprüfen zu wollen.

Selbst die Polizei wird „Opfer“ von Trickbetrügern, genauer gesagt solchen, die sich am Telefon fälschlicherweise als Polizisten ausgeben. Foto: dpa
Selbst die Polizei wird „Opfer“ von Trickbetrügern, genauer gesagt solchen, die sich am Telefon fälschlicherweise als Polizisten ausgeben. Foto: dpa

Leonberg - Es klingelt. An der Gegensprechanlage meldet sich ein Mann mit etwas gebrochenem Deutsch. Es gebe eine Störung bei Unity Media, man müsse kurz ins Haus und etwas überprüfen. Der LKZ-Leser, dem dies am Dienstagvormittag passiert ist, traute dem Braten aber nicht recht und verweigerte den Einlass. Der Klingelnde machte sich daraufhin schleunigst aus dem Staub. Passiert ist das Ganze in der Leonberger Seestraße. „Ich habe bei Unity Media angerufen, es gab keine Störung. Die Polizei habe ich auch informiert“, berichtet der LKZ-Leser. Er wolle aber auch noch mehr Menschen vor diesen Trickbetrügern warnen, die vermutlich auf der Suche nach Bargeld oder wertvollen Gegenständen waren.

Vielfältige Maschen

Die Maschen, mit denen diese versuchen, in Häuser und Wohnungen zu kommen, werden immer vielfältiger. Vom vorgeblichen Spendensammeln über das dringend benötigte Glas Wasser oder falsche Mitarbeiter der Stadtwerke, die eben mal den Zählerstand ablesen wollen. Deshalb hat das Polizeipräsidium Ludwigsburg erst in der vergangenen Woche nochmals auf das Thema aufmerksam gemacht. Denn zuletzt waren in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg wieder auffallend viele Trickbetrüger aktiv, allerdings vorrangig übers Telefon.

Kein Geld geben, keinen Zugang gewähren

„Ob es nun angebliche Familienangehörige sind, die für einen Immobilienkauf oder für eine andere „einmalig günstige Gelegenheit“ ganz schnell viel Geld brauchen und einen Bekannten zur Abholung vorbeischicken wollen oder ob es der angebliche Polizeibeamte ist, der von der Festnahme einer Einbrecherbande berichtet und der Bargeld und Wertgegenstände des Angerufenen in Sicherheit bringen möchte – beide haben es nur auf eines abgesehen: Arglose Menschen um ihr Erspartes zu bringen“, heißt es in der Mitteilung. Weiter: „Die echte Polizei wird Sie niemals auffordern, Bargeld oder Wertgegenstände in Verwahrung zu geben. Angebliche Windows- oder Antivirenexperten rufen nicht im Auftrag von Microsoft bei Ihnen an. Gewähren Sie keinesfalls Zugriff auf Ihren Rechner, sondern trennen Sie die Netzverbindung.“




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