Präsidentschaftswahlen in Frankreich Hollande warnt vor Sieg von Marine Le Pen

Von red/AFP 

Frankreichs Staatschef François Hollande hat vor einem Sieg der rechtsextremen Kandidatin Marine Le Pen bei den Präsidentschaftswahlen gewarnt. Hollande blickt vor allem mit Sorge auf Euroaustrittspläne des Front National.

Frankreichs Staatschef François Hollande hat vor einem Sieg der rechtsextremen Kandidatin Marine Le Pen bei den Präsidentschaftswahlen gewarnt. Foto: AFP
Frankreichs Staatschef François Hollande hat vor einem Sieg der rechtsextremen Kandidatin Marine Le Pen bei den Präsidentschaftswahlen gewarnt. Foto: AFP

Paris - Deutliche Warnung an die Wähler: Der französische Staatschef François Hollande äußert sich zu einem eventuellen Sieg von der rechtsextremen Kandidatin Marine Le Pen bei den Präsidentschaftswahlen: „Die Gefahr besteht“, sagte Hollande der „Süddeutschen Zeitung“, der französischen Zeitung „Le Monde“ und vier anderen europäischen Zeitungen (Montagsausgaben) in einem Interview. Die Rechtsextremen in Frankreich seien seit mehr als 30 Jahren nie so stark gewesen wie heute. Frankreich werde ihnen aber nicht „erliegen“.

Zukunft Europas

„Wir wissen, dass die Wahl nicht nur das Schicksal unseres Landes entscheidet, sondern auch die Zukunft Europas“, sagte Hollande. Denn falls die Front-National-Chefin Le Pen wider Erwarten die Wahl gewinnen sollte, „dann würde sie sofort mit dem Austritt aus der Eurozone beginnen - und sogar aus der EU“. „Das ist das Ziel alle Populisten: raus aus Europa, sich der Welt verschließen und sich eine Zukunft ausmalen voller Barrieren und Grenzen, die mit Wachtürmen verteidigt werden“, sagte der Staatschef, der bei den Wahlen nicht erneut kandidiert. Er verstehe es daher als seine „letzte Pflicht, alles zu tun, dass Frankreich nicht eine derart schwere Verantwortung auf sich lädt“.

Umfragen sehen Le Pen in der ersten Wahlrunde am 23. April derzeit vorne. In der Stichwahl am 7. Mai dürfte sie den Meinungsforschern zufolge aber ihrem Gegner unterliegen, nach jetzigem Stand dem parteilosen Mitte-Kandidaten Emmanuel Macron.