Ein Fehler von zwei Top-Stars leitet die zweite Saisonniederlage des FC Liverpool ein. Van Dijk übernimmt die Verantwortung.

London - Trainer Jürgen Klopp hat die 1:3-Niederlage des FC Liverpool gegen den FC Arsenal sportlich genommen.

 

"Generell war es nicht unser Tag, wir waren heute nicht gut genug. Sie haben Tore geschossen und waren um einiges besser als wir. Wir müssen besser spielen, das ist klar", sagte der 56-Jährige nach der zweiten Saisonniederlage und der ersten seit vergangenem September in der Premier League

Arsenal mit dem deutschen Fußball-Nationalspieler Kai Havertz machte das Titelrennen in England mit dem Erfolg gegen den Spitzenreiter wieder spannend und verkürzte den Rückstand auf das Klopp-Team auf zwei Zähler. Meister Manchester City hat allerdings zwei Spiele weniger bestritten und kann in der Tabelle noch an beiden Teams vorbeiziehen.

Van Dijk: "Es tut weh"

Arsenal war bis kurz vor der Halbzeit deutlich überlegen, doch kurz vor der Pause kam Liverpool völlig überraschend zum Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel war das Match offener. Aber ein kapitales Missverständnis zwischen Liverpool-Torhüter Alisson und Abwehrchef Virgil van Dijk leitete die Pleite ein.  

"Für das Tor übernehme ich die volle Verantwortung, ich habe die falsche Entscheidung getroffen. Ich hätte den Ball einfach wegschlagen sollen", sagte van Dijk. Der niederländische Nationalspieler sah zu diesem Zeitpunkt sein Team sehr dominant, "wir hatten alles im Griff. Und dann kommt durch den Fehler der Wendepunkt", sagte der 32-Jährige und ergänzte: "Solche Dinge sind in meiner Karriere nicht allzu oft passiert, es tut weh." Die Niederlage sei in vielerlei Hinsicht unnötig gewesen. 

Klopp nimmt seine Spieler in Schutz

Liverpool musste in der Schlussphase nach einem Foul an Havertz auch noch die Gelb-Rote Karte für den früheren Bundesligaprofi Ibrahima Konaté (88.) hinnehmen und wenig später das dritte Gegentor. "Ob es eine Rote Karte war? Ich bin mir nicht sicher. Aber auch ohne verlieren wir 1:2 und haben nur einen Torschuss", sagte Klopp und nahm seine Spieler in Schutz: "Es zeigt nur, dass die Jungs Menschen sind. Heute waren wir wirklich Menschen." 

Eine kleine Spitze gegen den Schiedsrichter konnte sich Klopp aber nicht verkneifen. "Viele Dinge waren heute gegen uns", sagte der Coach, der Liverpool zum Saisonende nach fast neun Jahren verlassen wird.