Presseball in der Liederhalle Der Winter ist unser „Daddy cool“

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Kalt und dunkel draußen? Doch der Winterblues hat keine Chance. Ausgehen ist angesagt. Auf dem Programm stehen: Presseball, Pop-up-Restaurant und Holiday on Ice mit zwei Superstars.

Mary Summer Foto: Lg/Kovalenko
Mary Summer Foto: Lg/Kovalenko

Stuttgart - Je kühler der Abend, desto freier die Schulter: Im November bietet der Landespresseball den Damen zuverlässig die Chance, Dekolleté zu zeigen und sich beim Schaulaufen für die Fotografen im Foyer der Liederhalle ordentlich zu erkälten. Der Schnupfen äußert sich am Tag darauf, in der Nacht wird erst mal gefeiert und getanzt. Was vor zehn Jahren gut war, kann jetzt nicht schlecht sein. So könnte man das Motto formulieren für die diesjährigen Stargäste. Am 16. November werden auf der Bühne des Beethovensaals Boney M. featuring Liz Mitchell auftreten – die gebürtige Jamaikanerin ist die originale Leadsängerin der 1975 von Frank Farian gegründeten Band. Boney M. („Daddy Cool“, „Sunny“) soll die Gäste – unter ihnen Ministerpräsident und Schirmherr Winfried Kretschmann – auf Touren bringen und das Budget nicht allzu sehr belasten; schließlich handelt es sich um eine Benefizveranstaltung. Der Erlös des Balls geht über die Pressestiftung Baden-Württemberg an Journalisten in Not.

Eine Neuerung aus dem Vorjahr wird bei der 59. Auflage beibehalten: An den ­Tischen im Beethovensaal wird ein Menü serviert. Mit der Kartenbestellung (das Ticket kostet knapp 250 Euro) entscheiden sich die Besucher beim Hauptgericht für Kalb und Garnele „Surf & Turf“ oder für die vegetarisch gefüllte „Ricciole“. Um dem Service die nötige Zeit zu lassen, geht das eigentliche Tanzvergnügen etwas später los als früher. „Das hat sich bewährt“, sagt die Vorsitzende der Ballkommission Simone Schüle, die auch günstigere Laufkarten im Angebot hat. Der Kartenverkauf laufe sehr zufriedenstellend, aber es gebe noch Tickets (www.landespresseball-bw.de).

Ausgehen ja – Walzer lieber nicht? Ein kulinarisches Wintervergnügen im sty­lishen Ambiente bietet wieder Rauschenbergers Supper Club. Jetzt ist das Pop-up-Restaurant an den Start gegangen, das seine Macher um den Gastronomen und Caterer Jörg Rauschenberger einen „Spielplatz für Urban Explorer“ nennen – auch wenn die städtischen Entdecker sich dafür nach Fellbach begeben müssen. In der Werkshalle auf dem ehemaligen Mahle-Industrieareal in der Nähe des Bahnhofs hat Birgit Martinez einen aufregenden Zwitter aus Restaurant und Bar geschaffen mit alten und neuen Möbeln, unzähligen Kerzen und verspielten Accessoires. Zu chilligen Sounds werden erst „Snickers von der Gans“ serviert, gefolgt von „Nimm 2“ – Filet und Bäckchen vom Milchkalb.

Mary Summer singt nach dem Dessert

Häufig ist der Supper Club für Firmen reserviert, aber es gibt sogenannte Restauranttage, an denen individuell gebucht werden kann (Termine unter www.popup-restaurant.de). Highlight an diesen Tagen: Nach dem Dessert tritt Mary Summer auf. Die Sängerin aus Stuttgart war 2015 Halbfinalistin bei „The Voice of Germany“, sie ist Sozialpädagogin, und sie war 2017 Jurymitglied beim „Stuttgarter des Jahres“, dem Ehrenamtspreis von Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Versicherung. Ihre kurze Gesangseinlage bei der Preisverleihung hatte den Kollegen schwer beeindruckt: „Vielleicht gab es in diesem Jahr keinen so berührend-kitschigen Bühnenmoment . . .“

Für den Mix aus Kitsch und großen Gesten steht seit vielen Jahren die Eisrevue Holiday on Ice. Zum 75. Jubiläum stehen jetzt endlich mal wieder richtige Stars auf den Kufen. Für die aktuelle Produktion „Showtime“, die von diesem Monat an auf Tour ist, konnten die Olympiasieger und Weltmeister Aljona Savchenko und Bruno Massot verpflichtet werden. Die beiden derzeit erfolgreichsten Paarläufer der Welt kommen am 24. und 25. Januar auch in die Porsche-Arena (das Gastspiel dauert bis 27. Januar, www.holidayonice.com/de/de/).

Savchenko und Massot werden in Stuttgart mit zwei Paarperformances zu erleben sein. „Wir sind gespannt darauf, jetzt die Showbühne zu betreten, die sportliche Höchstleistung und Eiskunstlauf zu einzigartigem Entertainment vereint“, so die gebürtige Ukrainerin zum Engagement. Wir denken dabei an die unvergessliche Olympiakür der beiden vom März und wischen uns eine Träne aus dem Augenwinkel. Das hat freilich mit Winterblues nichts zu tun.




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